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Z e i s s b e r g.
Der Gnesener Erzbischof Johann Gruszczynski (1464 bis
1473) weihte ihn in der Adalbert-Kirche zu Skwyraiewice zum
Capellan. 1 Wie es damals Sitte war, bereitete er sich nun für
seine spätere staatsmännische Laufbahn dadurch vor, dass er
(wie es scheint, bereits vor 1482) 2 sich dem Gnesener Decan,
dann Kanzler Krzeslaw von Kurozwanky anschloss, dem er
zuerst als Schreiber, dann als Kanzler diente. 3
Wie Laski selbst 1 hervorhebt, lehnte er diesem zu Liebe
widerholt Anträge ab, die sowohl König Kazimir (f 1492) als
auch König Johann Albrecht, um ihn in ihre Dienste zu ziehen,
machen Hessen. Gleichwohl brachte der Umstand, dass Krzeslaw
1494 zum Bischof von Wloclawek und Kronkanzler befördert \
wurde, auch ihn als dessen Secrotär mit dem Hofe in dauernde
Verbindung.®
Laski zählt auch selbst 0 die späterhin mit Legaten bedachten
Pfründen auf, die er nach und nach genoss. Die
früheste war ein Altar im Städtchen Skoky. Am 15. October
1495, als er das Testament zu schreiben begann, war Laski
bereits Decan zu Wloclawek und Kanzler der Gnesener Kirche; 7
1497 erscheint er auch im Genüsse eines Krakauer Canonicats, 8
späterhin als Probst zu Skarbimierz, 9 1501 zu Kruszwic, 10 in
welch’ letzterer Stellung er vermuthlich dem Lemberger Erzbischöfe
Andreas Roza von Boryszewice folgte. 11
In diese erste Zeit seines öffentlichen Wirkens fallen verschiedene
Reisen, die er zum Theile in bischöflichem auch
königlichem Aufträge unternahm, so 1482 nach Litthauen, 12
1 Letowski 1. c. III, 282. 2 Testam. 3 a.
3 Cromer, bei Pistorius II, 827.
1 Testam. 7 b.
5 In diesem Sinne wird es dann zu nehmen sein, wenn Wapowski 1. e. p. 49
ans Anlass seiner Beförderung zum obersten Kanzler (1502) E. als
,multos annos in regia cancellaria exercitatus 1 bezeichnet.
0 Testam. 41 a.
7 Ebenda zu Beginn, 4 a.
8 Ebenda 5 b ff. vgl. Wapowski in Scriptores rerum Polonicarum. T. II-Cracouiae.
Sumptibus. acad. litten. Cracov. 1874. p. 4'J.
9 Cromer 1. c. 827. 1494 bekleidete Gregor von Lubranez diese Würde.
Vgl. voll. legg. I, 241.
19 3. Oct. 1501. Kzyszczewski et Muczkowski, Cod. dipl. Pol. I. 356. nr. 196.
ii Vgl Testam. 7 b, 12 Ebenda 3 a.