Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 77. Band, (Jahrgang 1874)

520

Zeisslierg.

der  beiden  Blätter  mit  Kreuzen  versehen ;  die  sicli  auf  Bl.  4
(jetzt  2)  herüberziehen.  Auf  der  Kehrseite  des  Bl.  5  (heutiger
Zählung)  ist  eine  Quittung  eingeheftet,  dahinter  eine  zweite  eingelegt; ­
  ein  dritter  ebenfalls  eingelegter  Zettel  stammt  aus  viel
späterer  Zeit  und  steht  mit  unserer  Aufzeichnung  nicht  in  Zusammenhang. ­
  Die  zweite  Lage  besteht  aus  8,  die  dritte  bestand ­
  aus  6  Blättern,  von  denen  1  und  2  weggeschnitten,  die
Ränder  wie  oben  behandelt  sind;  die  vierte,  fünfte  und  sechste
bilden  je  12  Blätter.
Johannes  Laski  begann  in  jüngeren  Jahren  (1495)  als
Dekan  von  Wloclawek  und  Gnesener  Kanzler  in  das  dazu
bestimmte,  von  uns  so  eben  beschriebene  Buch  eigenhändig
sein  Testament  einzutragen,  welches  auf  der  Innenseite  des
vorderen  Pergamentumschlages  anhebt.  Er  bezeichnet  es  als
seine  Absicht,  Jahr  für  Jahr,  so  lange  ihm  Gott  das  Leben
schenke,  seinen  Vermögensstand  darin  aufzuzeichnen  und  Executoren,
  wie  Erben  aufzustellen,  eine  Absicht,  welcher  der
Inhalt  unserer  Handschrift  im  allgemeinen  entspricht.
Der  allgemeinen  Einleitung  folgt  die  notarielle  Beglaubigung. ­
  Sodann  folgen  die  jährlich  wechselnden  testamentarischen ­
  Verfügungen,  die  bis  einschlüssig  1519  (p.  36b)
einen  fortlaufenden  Charakter  bewahren.  Nur  einmal  innerhalb
dieses  Zeitraumes  wird  des  erkrankten  Laski  Hand  von  der
eines  Notars  abgelöst  (p.  31a  —  34  a).  Nach  1519  hat  Laski
nur  noch  einmal  (1523)  eigenhändig  das  Testament  fortgesetzt ­
  (p.  37  a—41b),  woran  sich  die  wenige  Tage  vor
seinem  Tode  (1531)  getroffenen  letztwilligon  Verfügungen
schliessen,  die  ein  Notar  (vgl.  p.  48  b)  eintrug  (p.  42  a  —  50b).
Blatt  51  —  56  hat  eine  viel  spätere  Hand  mit  Aufzeichnungen
ausgcfüllt,  welche  die  Kirche  zu  Lasko  betreffen.  Ueber
,in  nomine  domini‘  (Innenseite  des  oberen  Einbanddeckels)
steht:  f  INKISMS  CAMMP.  (!)  Die  Initiale  in:  ,in  nomine'
ist  verziert.
Das  Testament  Laski’s  ist  in  mehrfacher  Beziehung  sehr
beachtenswerth.  Sichert  demselben  schon  die  Person  dessen,
der  es  hinterliess,  ein  bleibendes  Interesse,  so  wird  letzteres
durch  die  gelegentliche  Einfügung  auto-biographischer  Notizen
noch  erhöht.  Ueberdies  lässt  uns  manche  eingestreute  Aeusserung
  einen  tieferen  Blick  in  die  Seele  des  Schreibenden  thun
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.