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Zeisslierg.
der beiden Blätter mit Kreuzen versehen ; die sicli auf Bl. 4
(jetzt 2) herüberziehen. Auf der Kehrseite des Bl. 5 (heutiger
Zählung) ist eine Quittung eingeheftet, dahinter eine zweite eingelegt;
ein dritter ebenfalls eingelegter Zettel stammt aus viel
späterer Zeit und steht mit unserer Aufzeichnung nicht in Zusammenhang.
Die zweite Lage besteht aus 8, die dritte bestand
aus 6 Blättern, von denen 1 und 2 weggeschnitten, die
Ränder wie oben behandelt sind; die vierte, fünfte und sechste
bilden je 12 Blätter.
Johannes Laski begann in jüngeren Jahren (1495) als
Dekan von Wloclawek und Gnesener Kanzler in das dazu
bestimmte, von uns so eben beschriebene Buch eigenhändig
sein Testament einzutragen, welches auf der Innenseite des
vorderen Pergamentumschlages anhebt. Er bezeichnet es als
seine Absicht, Jahr für Jahr, so lange ihm Gott das Leben
schenke, seinen Vermögensstand darin aufzuzeichnen und Executoren,
wie Erben aufzustellen, eine Absicht, welcher der
Inhalt unserer Handschrift im allgemeinen entspricht.
Der allgemeinen Einleitung folgt die notarielle Beglaubigung.
Sodann folgen die jährlich wechselnden testamentarischen
Verfügungen, die bis einschlüssig 1519 (p. 36b)
einen fortlaufenden Charakter bewahren. Nur einmal innerhalb
dieses Zeitraumes wird des erkrankten Laski Hand von der
eines Notars abgelöst (p. 31a — 34 a). Nach 1519 hat Laski
nur noch einmal (1523) eigenhändig das Testament fortgesetzt
(p. 37 a—41b), woran sich die wenige Tage vor
seinem Tode (1531) getroffenen letztwilligon Verfügungen
schliessen, die ein Notar (vgl. p. 48 b) eintrug (p. 42 a — 50b).
Blatt 51 — 56 hat eine viel spätere Hand mit Aufzeichnungen
ausgcfüllt, welche die Kirche zu Lasko betreffen. Ueber
,in nomine domini‘ (Innenseite des oberen Einbanddeckels)
steht: f INKISMS CAMMP. (!) Die Initiale in: ,in nomine'
ist verziert.
Das Testament Laski’s ist in mehrfacher Beziehung sehr
beachtenswerth. Sichert demselben schon die Person dessen,
der es hinterliess, ein bleibendes Interesse, so wird letzteres
durch die gelegentliche Einfügung auto-biographischer Notizen
noch erhöht. Ueberdies lässt uns manche eingestreute Aeusserung
einen tieferen Blick in die Seele des Schreibenden thun