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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 77. Band, (Jahrgang 1874)

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Scherer.

erinnern  (zum  Beweis,  dass  sie  nicht  so  streng-  behütet  ist),  ob
sie  nicht  einmal  teer  sehen  bei  mir  lag-.
Ich  setze  Puiict  nach  Z.  30,  Doppelpunct  nach  Z.  31.  In
Z.  33  führt  das  überlieferte  ez  weere  an  miner  frowen  ein  slac
zunächst  auf  troioe,  wofür  wir  in  unsern  Texten  triuwe  zu  setzen
gewohnt  sind.  —
Demnach  wird  der  im  Eingang  dieses  Paragraphen  angenommene ­
  Umfang  beider  Liederbücher  gerechtfertigt  erscheinen.
Ein  Wort  noch  über  die  Anordnung  des  ersten.  Chronologisch ­
  richtig  folgen  der  zweite  und  dritte  Ton  auf  einander.
Ich  glaube,  dass  sie  ursprünglich  das  Liederbuch  eröffneten.
Das  Motiv,  aus  welchem  ihnen  der  erste  Ton  vorgeschoben
wurde,  lässt  sich  vielleicht  noch  erkennen.  Und  wenn  dieser
erste  Ton  aus  der  hinteren  Hälfte  des  Buches  herausgenommen
wurde,  so  mag  bei  dieser  Gelegenheit  auch  die  Verwirrung  entstanden ­
  sein,  durch  welche  jetzt  der  fünfte  Ton  auf  den  vierten
folgt  statt  umgekehrt.
Bei  Veldeke  ist  ganz  unzweifelhaft,  dass  die  Titelvignette
(der  Dichter  horcht  dem  Gesänge  der  Vögel  in  dem  Baume
über  ihm)  ihr  Motiv  dem  Gedichte  entnahm,  mit  welchem  das
Liederbuch  in  BC  eröffnet  wird.  Ebenso  begann  bei  Walther
von  der  Vogelweide  das  BC  zu  Grunde  liegende  Liederbuch
offenbar  mit  der  Strophe  Ich  dahte  hein  mit  beine,  so  dass  auch
liier  das  Motiv  des  Titelbildes  mit  dem  Anfang  stimmt.
Bei  Dietmar  von  Aist  nun,  was  sehen  wir  im  Bilde?
Wenn  ich  recht  deute,  eine  Frau,  die  von  einem  Krämer  etwas
kaufen  will.  Sollte  das  nicht  die  Frau  sein,  welche  nach  den
Eingangsworten  des  Liederbuches  ein  Mittel  gegen  das  trüren
sucht?  Und  sollten  daher  diese  Eingangsworte  nicht  absichtlich
an  den  Anfang  gerückt  und  aus  ihrem  ursprünglichen  Zusammenhänge ­
  herausgerissen  sein?  Dann  würde  dom  Veranstalter  der
alten  Sammlung,  der  Quelle  von  BC,  die  Zerstörung  der
ursprünglichen  Ordnung  schuld  zu  geben  sein.
§•  8.
Friedrich  von  Hausen.
Ich  will  hier  nur  an  die  Resultate  von  Miillenhoffs  Abhandlung
in  der  Zeitschrift  für  deutsches  Alterthum  14,  133  —143  erinnern.
            
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