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Sclierer.
Gebiet, unter den Synonymen des Liebesschmerzes bei Lyrikern
wird man es selten linden. Der Rietenburger sagt 19, 33 nun
herze erlcos mir dise not, und ausserdem hat er nur manic herze
ist frö 19, 8 in einer formelhaften volkstümlichen Wendung,
die zur Bezeichnung der Freude, welche der Frühling bringt,
mehrfach gebraucht wird (3, 23. 4, 16. Dietmar 33, 21).
Bei Hausen spielt das Herz bekanntlich eine grosse Rolle.
Ausser Wendungen wie 43, 36 mangen herzen ist von huote ive;
44, 35 ein horte herze; 45, 38 von herzen; 47, 8 ein holdez herze
tragen oder dem Vocativ lierze 47, 25 steht immer ein Possessivum
daneben, 55, 4 sin herze, sonst min, oder wenigstens ein
Personalpronomen in der Nähe (ich, mir, mich) oder es wird auf
ein min herze zurückbezogen: des lierzen 42, 8; daz herze 47, 12.
19. 49, 13. 21. 52, 14. 53, 9. Dagegen min herze 42, 19. 44,
27. 45, 20. 46, 9. 36. 47, 9. 48, 3. 50, 15. 34. 51, 30; minem
herzen 49, 31. 51, 3; mim herzen 53, 24. Hausen hat nur wenige
und nur stumpfe Waisen, da kann das Wort nicht Vorkommen,
ebensowenig im Reime, wie wir schon sahen. Aber wenn man
umstellt daz herze min, so gibt es einen sehr bequemen Reim.
Hausen hat diese Umstellung im ersten Liederbuch nur ausser
Reim 50, 12. 54, 32; im zweiten Liederbuch nur im Reim
44, 7 (: fri) 45, 12 (: sin und andere r/une Reime); im dritten
Liederbuch überhaupt nicht.
Veldeke kennt die Waise vielleicht gar nicht; er hat
daz herze min in einem seiner frühesten Gedichte im Reim
(: sin, schin, vogellin) 59, 15. Ausserdem daz herze 60, 15; min
herze 65, 34. 67, 12; ir herze 67, 32 und dazu in den beiden
Anfangsgedichten der Sammlung 56, 7. 23. 57, 15. 26. 35.
Walther von der Yogelweide gebraucht herze min nur im
Reim, aber verhältnissmässig nicht gerade oft: 42, 13. 72, 19.
30. 98, 10. 99, 29. Den übrigen Gebrauch des Wortes kann
man bei Hornig S. 137 bequem überschauen.
Ich brauche zur Würdigung Dietmars keinen anderen weiter
herbeizuziehen. Ihm ist das Herz in seiner Poesie so nothwendig
spreche gerne vom Glanze) 125, 1. 126, 16. 26. 127, 4. 130, 38. 131, 8.
16. 139, 4. 140, 17. — Ich kann nicht umhin hervorzuheben, dass die
Gedichte des Fenis und des Morungers, welche jenen Keim enthalten,
unsicher bezeugt und wahrscheinlich unecht sind.