Kant und die positive Philosophie.
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Abstraction (abstrait); den naturwissenschaftlichen (sciontilique)
oder den positiven (positif).' Die Uebersetzung des Ausdruckes
,scientifique' durch ,naturwissenschaftlich' entspricht nicht nur
dem von Comte eingenommenen empiristischen Standpunkt,
sondern auch dem französischen Sprachgebrauch, nach welchem
unter ,Sciences' die sogenannten exacten d. i. die Naturwissenschaften
verstanden werden. Aus der Gleichsetzung des Ausdruckes
,positif' mit jenem ersieht man, dass mit demselben
der Zustand der Verwandlung- der Wissenschaft in Naturwissenschaft'
gemeint und dieser als einer, der sich auf Thatsaclien
stützt, dem theologischen, der sich auf Erdichtungen, dem
metaphysischen, der sich auf (leere) Abstractionen beruft, entgegengesetzt
wird. Alle drei Zustände verhalten sich wie
ebenso viele wesentlich verschiedene einander von Grund aus
(radicalement) entgegengesetzte Methoden des Philosopliirens:
die theologische, die zuerst, die metaphysische, die hierauf,
und die ,positive', welche zuletzt kommt. Daher drei Arten
von Philosophie oder allgemein systematischer Auffassung des
Ganzen aller Erscheinungen (trois sortes de systemes generaux
de conceptions sur l’cnsemble des phenomenes), die sich untereinander
gegenseitig ausschliessen (qui s’excluent mutuellement):
die erste derselben bildet den nothwendigen Ausgangspunkt
menschlicher Intelligenz; die dritte deren bleibenden und endgiltigen
Zustand (son dtat fixe et definitif); die zweite ist
einzig zum Durchgangspunkt bestimmt.
Theologischer und positiver Zustand der Wissenschaft
sind, wie man sieht, die Hauptgegensätze, Anfang und Ende
der mensclilicheji Geistesentwicklung; der metaphysische ist
,im Grunde' nichts als eine ,einfache allgemeine Abänderung'
(une simple modifieation generale) des ersteren. Das Wesen
derselben wird dahin charakterisirt, dass die theologisironde
Wissenschaft die Erscheinungen durch übernatürliche Wesen,
die metaphysicirende durch abstracte Kräfte, die ,positive',
d. i. die empirische, durch Gesetze erklärt.
Im theologischen Zustand, heisst es (I. p. 9), richtet der
menschliche Geist seine Forschungen wesentlich auf die innere
(intime) Natur der Dinge, auf die ersten und Endursachen
(causes premieres et finales) aller der Wirkungen, die ihn berühren
(frappent), mit einem Wort, auf absolute Erkenntnisse