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Z i m m e r m a u n.
gesagt, da vom Uebersinnliclien jnittelst der einzigen Erkeuntnissquelle,
der Erfahrung, kein Wissen möglich ist, der Wissenschaft
überhaupt als einen nothwendigen Entwicklungsprocess
von niederer zur höheren Stufe auf. Von dem (Bacon’schen)
Gedanken ausgehend, dass nur das auf inductivem Wege gewonnene
Wissen wirkliches Wissen sei, macht sie es sich zur
Aufgabe, zu entdecken, welche andere Behandlungsformen der
Form des Erfahrungswissens vorangingen.
Gegenstand der positiven Philosophie ist die logische
Metamorphose der Wissenschaft. Ursprünglich apriorisch (subjectiv)
wird sie im Laufe der Zeiten nothwcndig aposteriorisch
(objectiv). Diese beschränkt sich auf das Erfahrbare; jene
begreift auch das Unerfahrbarc; die eine ist das Product der
Erfahrung, die andere der Imagination; diese Geistes-, jene
Naturwissenschaft.
Hobbes hat es ausgesprochen, dass alle wirkliche Wissenschaft
(von der Natur wie vom Staate) Physik sei. Die positive
Philosophie führt aus, dass sic daher nothwendig nacheinander
Theologie und Metaphysik gewesen sei. Wissenschaft
als Naturwissenschaft ist zwar der endgiltige (l’etat definitif),
keineswegs aber der anfängliche Zustand dos Wissens. Der
Gang des menschlichen Geistes im Ganzen betrachtet, bietet
das Schauspiel eines Fortschritts (marche progressive) dar,
welcher als solcher selbst wieder Gesetzen unterworfen sein
muss. Wer das Gesetz dieses Fortschritts entdeckte, hätte
damit das Gesetz der Culturentwicklung der Menschheit selbst
aufgefunden.
Die Entdeckung desselben ist das originelle Verdienst,
das Comte sich selbst zuschreibt. ,Indem ich die Gesammtentwicklung
der menschlichen Intelligenz in ihren verschiedenen
Gebieten, von ihrem ersten Auftauchen bis auf unsere Tage, studirte,
sagt er (a. a. 0.1. p. 8), glaube ich ein grosses Grundgesetz
(grande loi fundamentale) entdeckt zu haben, welchem dieselbe
infolge unwandelbarer Nothwendigkeit unterworfen ist. Dasselbe
besteht darin, dass jeder unserer Ilauptbegriffe (conceptions
priucipales), jeder Zweig unserer Erkenntniss nach einander
(süccessivement) drei verschiedene theoretische Zustände
(etats theoriques) durchläuft: den theologischen Zustand oder
den der Dichtung (fictif); den metaphysischen oder den der