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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 77. Band, (Jahrgang 1874)

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II  i  r  s  cli  f  ©1(1.

ersten  Zeile  sprechen  könnte,  gestanden  habe,  ist  nicht  mehr
zu  entscheiden.  Die  vorhergehenden  Buchstabenreste  zeigen  die
Unmöglichkeit  der  bisherigen  Vermuthungen:  anfractibus
superatis,  amnibus  superatis  etc.,  und  fügen  sich,  so  viel
ich  sehe,  nur  den  Worten:  anconibus  sublatis,  (vom  C  sind
nur  die  beiden  am  tiefsten  eingehauenen  Spitzen  der  Buclistabenfurelie
  sichtbar)  d.  h.  auf  oder  mit  erhobenen  Kragbalken ­
  —  eine  technische  Specialität,  die  man  freilich  eher  im
Vitruv,  als  in  einer  officiellen  Inschrift  verrauthen  würde,  die
aber  einen  passenden  Sinn  giebt.  Die  ungewöhnliche  Construction
  des  Weges,  der  halb  in  den  Fels  gehauen  war
(montibus  excisis),  halb  auf  einem  über  dem  Wasser  schwebendem ­
  Holzgerüst  hinlief,  wäre  damit  deutlich  bezeichnet,  und
dass  die  fraglichen  AVorte  eine  Bezeichnung  dieser  Singularität
enthielten,  scheint  an  sich  natürlich.“

Addenda:

v.  7:  DD.WA  E  T  R  V  FD

Die  letzte  Zeile  ist  etwas  kleiner  und  enger  geschrieben,  die
Buchstaben  M—T  sind  schon  im  Alterthum  ausgemeisselt.  Der
Raum  genügt  für  Marner  oder  vielleicht  für  Mamert  (vgl.  n.  752).
Die  Zerstörung  des  Namens  desPetroniusMamertinus  ist  ohne
Zweifel  nach  seiner  Ermordung  durch  seinen  Schwager,  den
Kaiser  Commodus  (vita  c.  7)  erfolgt,  während  er  auf  anderen
Monumenten  (vgl.  C.  J.  E.  3,  752.  5567)  erhalten  ist.
n.  6224  in  latere:
v.  3-6:  Il-ET-  C  RiSPINO
COSI  (
/  /R'ANNIVM’IT  AUC V  A
'  /  IEG-AVG-PR-  PR  >
v.  4—6  sind  die  Buchstaben  etwas  kleiner;  v.  4  hat  keineswegs, ­
  wie  Desjardins  angiebt,  COS  II  gestanden,  sondern  es
sind  das  Sprünge  im  Stein,  von  denen  der  erste  die  Form
eines  S  hat,  daher  ist  entweder  COSS  oder  COS  zu  lesen.
            
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