Epigritphische Nachlese zum Corpus Inscriptionu'm Latinarum vol. III
389
die Inschriften von Apuliun an weit auseinanderliegenden Puncten
zum Vorschein gekommen sind. Es spricht ferner dafür, dass auch
die folgende Inschrift nicht bei Maros-Porto, sondern nach der freilich
wenig präcisen Aussage der Besitzer etwa '/ 4 Stunde westlich
von Karlsburg gefunden sein soll. Es wäre wichtig, den Fundort
genau festzustellen, da aller Wahrscheinlichkeit nach dort
das municipium Apulum zu suchen sein wird.
23) Ara von Marmor, gef. 1872, jetzt in Karlsburg Vorstadt
146; schöne Buchstaben der Antoninischen Epoche:
auf der Vorderseite:
auf der linken Nebenseite:
/"lR A RWKirr}\":
-/SEX- SENTINAS MAXI
MVS'ANNO-PRIMO
f ACT I M V N I C I P I
' PoS VIP
Aehnliche Schenkungen sind bekanntlich nicht selten, vgl. z. B.
Orelli 3738: balneum cum oleo gratuito dedit; interessant ist
die Datirung: anno primo [fjacti municipi; der Name Sentinas
weist auf umbrischen Ursprung hin.
24) Vierseitiger Altar von Kalkstein; gef. in Maros-Porto,
jetzt in Karlsburg beim Advocaten Nicolaus Barbu; Copie
von Benndorf:
SILVAN
DOM
L.ADLVCI
A N V S
V- s- L M-