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Hirschfeld.
sein. Der Name metropolis, den Sarmizegetusa in späteren
Inschriften führt, kennzeichnet seine Stellung als Hauptstadt
der ganzen Provinz und wenn auch, der militärische Centralpunkt,
vielleicht sogar zeitweise der Sitz des Statthalters,
sich in dem rasch aufgeblühten Apulum befand (Mommsen
C. J. L. 3, pag. 182), so blieb Sarmizegetusa stets der religiöse
Mittelpunkt des Landes, wo, ähnlich wie in Lugudunum,
bei der ara Augusti das concilium provinciarum
Daciarum trium (n. 1454) abgehalten ward, dem der sacerdos
arae Augusti nostri coronatus Daciarum trium, wie sein voller
Titel lautet (n. 1433), präsidirte und dabei als oberster Priester
der Provinz die Opfer zu Ehren des Kaisers darbrachte. Es
muss sich, nach den allerdings spärlichen Ueberresten und
Funden zu schliessen, hier in dem von der Natur reich ausgestatteten
Thale, fern von dem Kriegsschauplätze, ein nicht unbedeutender
Wohlstand und eine sichere Behaglichkeit der
Existenz ajisgebildet haben, zu der die exponirten Soldatencolonien
im Norden des Landes niemals gelangen konnten.
Unter den in Dacien gefundenen Denkmälern sind die
Grabschriften, an denen sonst die ,dis manibus Wissenschaft*
bekanntlich keinen Mangel leidet, in verhältnissmässig geringer
Zahl vertreten, wie das besonders in dem reichsten )fundort
Daciens, in Apulum, sehr augenfällig zur Erscheinung kommt.
Es wäre verfehlt, daraus zu schliessen, dass die Soldaten nach
Beendigung ihrer Dienstzeit in der Regel fortgezogen seien,
um auf heimischem Boden ihr Leben zu beschliessen; denn
mehr noch als die von Mommsen (C. J. L. 3, pag. 916) aus
den Militärdiplomen abstrahirte Beobachtung, spricht dagegen
das rasche Wachsthum der Stadt Apulum selbst, wo gerade die
Veteranen den wichtigsten Theil der Bevölkerung gebildet
haben. Abgesehen von dem Zufall, dem in der epigraphischen
Statistik ein weiter Spielraum eingeräumt werden muss, liegt
die Vermuthung nahe, dass in Apulum ein militärischer Begräbnissplatz,
wie in Lambaese für die legio III Augusta, für
die legio XIII Gemina existirt habe, den vielleicht spätere Ausgrabungen
zu Tage fördern dürften. — Sehr bemerkenswerth
ist dagegen die Fülle und Mannigfaltigkeit der Götterinschriften,
die einen bedeutenden Theil der dacischen Monumente ausmachen.
Vergeblich sucht man 'freilich unter ihnen nach ein-