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Müller.
bildung über das ganze Verbum verbreitet gewesen zu sein
und sieb erst später auf einen geringeren Umfang eingeschränkt
zu haben.
Das Neupersische selbst hat zwei Formen solcher Denominativbildung
ausserhalb des oben angegebenen Kreises gerettet;
es sind dies die Formen der ersten und zweiten Person
Vielzahl, welche selbst die ursprünglichen nicht-denominativen
Bildungen verdrängt und sich an ihrer Stelle festgesetzt haben.
Neupersisch (daran) ,wir halten' entspricht einem
altpersischen * därayämahiy, neupersisch (däred) ,ihr
haltet' einem altpersischen * därayatä (nicht belegt), während
die Formen neupersisch * l> (däram), * ö (därad), welche
den primitiven Formen (nach Analogie der altindischen dharämasi,
dharatha) * darämahiy, * daratä entsprächen, wahrscheinlich
deswegen, weil sie lautlich mit den Formen der ersten
und dritten Person Einzahl zusammenfallen würden, spurlos
verschwunden sind.
Das Pärsi verfiel eben deswegen, weil es die Denominativform
in —im für die erste Person der Vielzahl nicht
festhielt, in eine störende Zweideutigkeit der primären Form
in —om, —um (West, E. W. The book of the Mainyo-i
khrad. 249), während die Form der zweiten Person Vielzahl
in — et von jener der dritten Person Einzahl scharf geschieden
ist.
Das was uns im Neupersischen und Pärsi nur bruchstückweise
vorliegt, ist im Pehlewi noch vollkommen erhalten.
Dort finden wir nämlich noch die Endung —i'm für die erste
Person der Einzahl, entsprechend dem alten —ayämi und die
Endung —et für die dritte Person der Einzahl, entsprechend
dem alten —ayati neben den auch im Neupersischen erhaltenen
Endungen —im (erste Person Vielzahl) und —et (zweite
Person Vielzahl). Daneben aber lässt sich auch die Endung
— am (erste Person Vielzahl), die im Pärsi jene Zweideutigkeit
erzeugt hat, nachweisen. (Vgl. Spiegel. Grammatik der Huzzäresch-Sprache.
107. ff.)
Es lässt sich daher im Pehlewi eine starke (primäre)
und eine schwache (denominative) Conjugation statuiren, mit
folgenden aus der Literatur belegbaren Endungen: