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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 77. Band, (Jahrgang 1874)

Ueber  die  Mafoor’sclie  und  einige  andere  Papua-Sprachen.

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in  seinem  Werke  über  den  Malayischen  Archipel 1  in  33  Sprachen ­
  jener  Gegenden  beigebracht  hat,  unter  welchen  jedoch
die  Sprache  von  Dore  (die  Mafoor’sche)  fehlt,  auch  in  dieser
gebe,  was  zum  Vergleiche  mit  jenen  anderen  Sprachen  Manchem ­
  vielleicht  erwünscht  ist; 2  drittens  zwei  kleinere  Wörterverzeichnisse ­
  von  anderen  Gegenden  Neu-Guinea’s  —  dem
Arfaks-Gebirge  und  den  Arimoa  Inseln  —  anfüge,  und  endlich
viertens  eine  Zusammenstellung  der  Zahlen  von  1—5  in  21
verschiedenen  Dialekten  des  nordwestlichen  Neu-Guinea’s  beibringe. ­

Bevor  ich  jedoch  diese  Mittheilungen  mache,  mögen  mir
einige  wenige  Bemerkungen  über  den  Sprach-  oder  Dialekt-Reichthum
  auf  Neu-Guinea  überhaupt  gestattet  sein,  um  von
dem  relativen  Werth  der  specieller  behandelten  Mafoor’scheu
Sprache  für  die  Beurtheilung  der  anderen  Sprachen  oder  Dialekte ­
  Neu-Guinea’s  und  für  die  Betrachtung  der  Papüa-Sprache
im  Allgemeinen  eine  deutlichere  Vorstellung  zu  geben,  besonders ­
  damit  nicht  vorzeitig  Verallgemeinerungen  gezogen  werden, ­
  zu  denen  keine  Berechtigung  vorläge.
Man  macht  sich  schwerlich  einen  zutreffenden  Begriff 7  von
der  Fülle  der  verschiedenartigen  Dialekte  und  Sprachen,  wie

1  Siehe  II.  Bil.  S.  442—467.  Deutsche  Ausgabe  von  A.  B.  Meyer,  Brannschweig
  1869.
2  In  der  holländischen  Uebersetzung  des  Wallace’schen  Werkes  von  P.
.T.  Yeth  sind  diese  Vocabularien  als  nicht  werthvoll  und  sachlich  genug
weggelassen  worden;  ich  theile  jedoch  nicht  den  Standpunkt  des  gelehrten ­
  Herausgebers,  und  stütze  mich  u.  A.  auf  das  Urtheil  verschiedener ­
  Sprachforscher,  welche  das  Bemühen  Wallace’s  nach  dieser  Richtung ­
  Hin  als  verdienstvoll  anerkannten.  Es  ist  wahr,  dass  in  der  holländischen ­
  und  holländisch-indischen  Literatur  schon  Vieles  die  Sprachen
des  ostindischen  Archipels  Betreffende  niedergelegt  ist,  allein  es  entbehrt
bis  jetzt  noch  jeglicher  Zusammenstellung  und  Bearbeitung  von  Seiten
eines  Fachgelehrten,  und  bis  diese  wichtige  und  einer  Lösung  harrende
Arbeit  gethan  sein  wird,  sind  jene  vergleichenden  Vocabularien  zur  Anregung ­
  und  Orientirung,  wie  ich  glaube,  nicht  abzuweisen.  Das  Wallaceselie
  Buch  will  ja  überhaupt  nicht  eine  tief  wissenschaftliche  und  erschöpfende ­
  Behandlung  all’  der  interessanten  Fragen  geben,  die  es  berührt, ­
  es  hat  vielmehr  einen  hervorragend  praktischen  Zweck,  und  dieser
Gesichtspunkt  darf,  meiner  Ansicht  nach,  auch  bei  der  Beurtheilung
eines  einzelnen  Punktes  desselben  nicht  ausser  Acht  gelassen  werden.
            
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