Kasai
296 V a lilen.
Zusammenhänge ausgeschlossen. Oder hinter c. 14 nach Entwickelung
der Compositionsgesetze der tragischen Fabel. Aber
zu geschweigen, dass hier kein Riss das Fehlen eines nicht
unerheblichen Abschnittes verräth, tritt auch die Erwägung
entgegen, dass die Untersuchung über die Wirkung der Tragödie
nicht wohl in die Behandlung eines einzelnen Theiles derselben
wie die Fabel hineingeschoben oder zwischen zwei so eng
zusammengehörige Theile wie p.üQo? und eingezwängt werden
konnte. Und zudem bestehen beide Annahmen nur unter der
sehr problematischen Voraussetzung Aristoteles’ Poetik sei ein
knapper Auszug aus einem umfangreicheren Werke.
Auf einen anderen Weg der Betrachtung leitet genauere
Prüfung der Stelle des Proklos, die in ihrem entscheidenden
Theile so lautet: 'Das zweite Problem ging dahin, dass Platon’s
Verbannung der Tragödie und Komödie aus seinem Staat
absurd sei, da man ja durch diese Dichtungen die Affeote
niassvoll befriedigen und nach gewährter Befriedigung an
ihnen kräftige Mittel zu sittlicher Bildung haben könne, nachdem
man ihr Beschwerliches geheilt. Diesen Punkt, welcher
dem Aristoteles vielen Anlass zu Vorwürfen und den Verfechtern
jener Poesien zu Entgegnungen gegen Platon gegeben
hat, wollen wir in folgender Weise erledigen 1 .’ Auf Tragödie
und Komödie zusammen also hatte Aristoteles sich in der
Polemik gegen Platon eingelassen und durch Prüfung ihrer
beiderseitigen Wirkung beide gemeinsam gegen das Verdammungsurtheil
jenes in Schutz genommen. Und Platon selbst rückt
da, wo er die Zulässigkeit der dramatischen Dichtung in seinem
Idealstaat um ihrer Wirkung willen bekämpft, allemal Tragödie
und Komödie unter denselben Gesichtspunkt und belegt beide
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ourcoai 7:105 £7:6[xevoi tot; E(j.7;poaO£V oiaXuaop-EV. Vgl. Bernays Aristoteles
über Wirkung 1 der Tragödie S. 164 f.