Die Theologie des Baclija ibn Pakuda.
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Dass wir es ferner bei geistigen Wahrnehmungen an der
Erkenntniss der Thatsache, des Daseins des Bewiesenen müssen
genug sein lassen und der Eifer des Weiterforschens nur verderblich
hierbei wirken kann, beweist das zweite Beispiel, das
von der Beobachtung der Sonne 1 bergenommen ist. Begnügen
wir uns nämlich, sie aus ihren Wirkungen zu erkennen, so
werden wir ihr Leuchten, Glänzen, Scheinen wahrnehmen und
sogar gemessen. Will aber Jemand ihre Rundung erkennen,
zu ihrem Wesen an sich also Vordringen, so erblindet er und
kann nicht einmal ihre Wirkungen gemessen. Mit der Erkenntniss
Gottes geht es ebenso. Beschränken wir uns darauf, seinen
Spuren in der Schöpfung nachzugehen, aus seinen Wirkungen
ihn zu erkennen, so werden wir immer mehr von ihm begreifen,
im Verstände wird’s zusehends heller und wir erreichen das,
was wir nach unserer Kraft überhaupt erreichen können.
1 Einen ähnlichen Gedanken tlieilt Moses ben Esra im Namen des Alfarabi
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122—3). Wiewohl der Grundgedanke dieser dem Buche jüLvöliJI SjA-wJ!
(vrgl. darüber Steinschneider, Al-Farabi S. 70, Anra. 19) des Alfarabi
entlehnten Stelle mit dem Bachjas übereinstimmt, so lässt sich dennoch
für die Benutzung’ Alfarabis durch Baclija hieraus nichts beweisen.
Denn Baclija führt den Vergleich in so eigenthümliclier Weise aus, dass
er dem Alfarabis nur ähnlich, nicht gleich genannt werden kann. Baclija
scheint den Vergleich auch nur äusserlich zu fassen, er scheint das
Wesen Gottes für so völlig unvergleichbar zu betrachten, dass jede Vertiefung
der Vergleichung durch den Gedanken an die sonnenhelle Klarheit
des göttlichen Wesens ausgeschlossen ist. Die Mehrzahl derer, die dieses
Bildes sieh bedienen, scheinen es freilich in der Weise gefasst zu haben,
dass Gott wie die Sonne ,durch die Intensität seiner Erscheinung 1 —
i&IBffin 1Ü3 lrixvn pnnb aby: Xin ’3 sagt auch Abraham ihn Daud (a. a.
O. 53) — unbegreiflich, unfassbar sei, so z. B. Solirawardy, Gazzali
u. A. (Kremer a. a. 0. 90; 112). Vrgl. auch Steinschneider Maamar
Ha-Jichud 17, A. 41.