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Kaufmann.
Wesen und der in Bezug auf ihn Unwissendste der am Meisten
Wissende in Bezug auf sein Wesen.
Drastisch und anschaulich wird der Gegensatz zwischen
der niederen, nach concreter Fassbarkeit verlangenden Anschauung
von Gott und dem in unfassbaren Abstractionen
sich bewegenden Denken über Gottes Wesen in einem Zwiegespräch
zwischen einem Denker und einem Fragesteller dargestellt.
Was ist Gott, fragt dieser. Einer, erhält er zur
Antwort. Was für einer ist er, fragt er weiter. Ein grosser
König, wird ihm geantwortet. Wo ist er, frägt er endlich. In
der Beobachtung, 1 lautet die Antwort. Unbefriedigt über die
Leerheit und Unfassbarkeit der Antworten ruft dieser aus:
Darnach habe ich nicht gefragt. Aber der Weise bedeutet
ihm, dass auf seine Fragen nur mit Aussagen geantwortet
werden könnte, die auf das Geschaffene, 2 aber nicht auf den
einstimmung zwischen dieser Fassung; und dem arabischen Wortlaut, des
Satzes bei Bachja beweist, dass die Tibbon’scheUebersetzung (S. 81)13’X© 'öl
VTI3B Bi'J? 3nrw “TOD Kin inis jnv mehr den Sinn als die Worte wiedergibt.
Hiermit vergleicht sich auffällig das Wort des Augustinus: ,Er
wird besser im Nichtwissen gewusst, als im Wissen; die Seele hat keine
Wissenschaft von ihm ausser im Wissen, dass sie ihn nicht weiss 1 (Ritter
a. a. 0. I. S. 412). Qui melius nesciendo scitur, cujus ignorantia vera est
sapientia, sagt in gleichem Sinne Scotus Erigena, vrgl. Tonnemann
a. a. O. VIII, S. 86. 1. Bachja wiederholt denselben Gedanken in anderer
Fassung als seine eigene Ueberzeugung: pttXni mifl© IffiK fl’bSDl
(c. 10: S. 81) TTI3S ÜSJ7 nn»K3 ni^SDn n’tara nnxii», woraus zugleich
noch eine Bestätigung für die Richtigkeit meiner Leseart im arabischen
Original hervorgeht.
1 Nach der Oxfordcr Handschrift lautet, diese Stelle im Original:
JoLJI xJ JLäi x-UI Jlüi xlJf
XJ,Ls? ySM xJ JLiÜ p-doC dlLo XJ^ls? y& uÄjAj
IA.® <joL.wJt xj JLüi öLo»+JU
xäjhUI i^jLäAoJl 1*31 JöLaJÜI s A.2.J AÜIyMj xJ (JLäj
(JjJliLb ül L U. Das Wort l>Loj.*JL ist mit iTB3t3 treffend
wiedergegeben und soll jenen Erkenntnissweg bezeichnen, der früher
als Naturbetrachtung von Bachja gekennzeichnet und als der sicherste
und lohnendste Weg empfohlen wurde.
2 Aehnlich lautet die Anführung einer Aeusserung der Philosophen über
die Frage nach dem Was Gottes bei Mokammez: blNTPv '’KttH üTK pH
ib ü'i» nai by xbx nniK irx u btron ’3 ’:sa in» büh bv
bsanön b31 D’bna (Orient. 1847, Lb. S. 620).