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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 77. Band, (Jahrgang 1874)

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Kaufmann.

sind  es  aber  vornehmlich,  die  zur  Erweckung  der  Idee  von
Gott  geeignet  sind.  Sein  Name  erscheint  darum  neben  ihnen
so  häufig,  ,weil  er  von  der  Seite  her  uns  bezeichnet  wird,  von
der  wir  sein  Wesen  erkannt  und  begriffen  haben.  Häufig  wird
er  auch  in  Verbindung  mit  den  Namen  der  Erzväter  angeführt',
was  ,wiederum  darin  seinen  Grund  hat,  dass  er  uns  dadurch
von  der  Seite  her  bezeichnet  wird,  von  der  wir  ihn  kennen,
d.  h.  der  Tradition,  oder  auch  darin,  dass  jene,  die  Erzväter
allein  in  ihrer  Zeit  seinem  Dienste  hingegeben  waren,  während
ihre  Umgebung  in  Vielgötterei  versunken  war'  (S.  77).  Alle  diese
Bezeichnungen  sind  nur  Ersatzmittel  dafür,  dass  uns  Gottes
wahres  Wesen  unfassbar  bleibt  und  nicht  bezeichnet  werden
kann.  Um  aber  doch  eine  ungefähre  Vorstellung-  von  ihm  zu
erwecken,  wird  er  in  Verbindung  mit  den  auserlesensten  Geschöpfen ­
  der  beseelten  und  unbeseelten  Natur  genannt.  Deutlich
bestätigt  sich  die  Richtigkeit  dieser  Auffassung  durch  die  Offenbarung ­
  Gottes  an  Moses  (Ex.  3,  ]4—15),  wo  nach  der  Angabe
Dienste  Gottes  allein  waren“  und  Fiirstenthal  (S7b):  ,Auoh  hat  er  sich
ihnen  desswegen  besonders  zu  erkennen  gegeben,  weil  sie  die  Einzigen
waren,  welche  ihm  dienten 4 .  Wozu  nun  erstens  die  Begründung  an  dieser
Stelle,  warum  Gott  den  Vätern  bekannt  war?  Welchen  Sinn  hätte  ferner
diese  Frage?  Und  was  wird  uns  endlich  darauf  geantwortet?  ,Weil  sie
in  ihrer  Zeit  im  Dienste  Gottes  allein  waren. 4  Also  wieder:  Er  war  ihnen
bekannt,  weil  er  ihnen  bekannt  war.  Alle  diese  Missverständnisse  lösen
sich  jedoch,  wenn  man  hier  in  der  richtigen  Bedeutung  als:  kenntlich ­
  gemacht,  bezeichnet  werden,  auffasst,  welche  sich  =  dem  ar.
z.  B.  aus  Kusari  IV,  2  (S.  301,  1)  dafür  nachweisen  lässt.  Dann  sagt  Bachja:
Gott  wird  darum  durch  Verbindung  mit  den  Erzvätern  bezeichnet,  entweder
weil  wir  ihn  traditionell  von  ihnen  her  kennen,  oder  weil  sie  allein  Gottesdiener ­
  in  ihrer  Zeit  waren,  also  etwas  Ausserordentliches,  ,die  erlesensten
der  Geschöpfe 4 .  Diesen  letzteren  Grund  hat  Jehuda  Halewi  angenommen.
Auch  er  bespricht  die  Frage,  warum  Gott  in  Verbindung  mit  manchen
Localitäten  und  Persönlichkeiten  genannt  werde.  Er  sagt:  bK  B'JÜW  .vi
□'nbxn  psnb  a'Jii&mn  B’baa  an  - a  a’Tann  a'aanm  a'X’ajn  (Kusari  IV,
3•  S.  307).  Zu  bemerken  ist  noch,  dass  in  den  Worten  Bachjas  “VuENI
BH'bK  JHW,  wenn  nicht,  das  auf  ungewöhnliche  Weise  —
aufgefasst  werden  soll,  das  Wort  in  geändert  werden  muss,
wie  es  bereits  zweimal  früher  hiess,  wozu  dann  stillschweigend  und
selbstverständlich  aus  dem  Zusammenhang  ergänzt  werden  muss.
Zu  dieser  Auffassung  der  Stelle  passen  dann  erst  vorzüglich  die  alles
früher  Gesagte  zusammenfassenden  Worte  Bachjas  am  Schlüsse  über  die
beiden  zur  Erkenntniss  Gottes  allein  hinführenden  Wege.
            
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