Die Theologie des Bachja ibn Pakuda.
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Aus dieser Erkenntniss von der Unmöglichkeit jeder
Verähnlichung bei Gott erklärt sich die Erscheinung in der
Schrift, dass Lob und Preis zumeist auf den ,Namen' allein
bezogen werden, weil Gott eben weder mit etwas zu vergleichen
noch auch unter einem Bilde zu begreifen ist. Daher
erscheint ,der Name' in Verbindung mit Himmel, Erde und
Winden, u. z. darum, weil wir durch diese sein Wesen erkennen.
Neben der Thatsache des göttlichen Daseins ist uns eben
nichts bekannt, was wir an Gott kennzeichnen könnten, als
sein höchster Name. Der Name ist es daher hauptsächlich,
auf den Preis und Lob 1 bezogen werden und der neben den
Dingen genannt erscheint, die uns vorzüglich zum Bewusstsein
von der Existenz Gottes hinführen. Jene Naturerscheinungen 2
1 Die Bemerkung, dass Gottes Lob und Preis sehr häufig seinem Namen
(ar) erwiesen wird, rührt von Saadias her, der sie am Schlüsse des
zweiten Abschnitts (Em. S. 57) mit anderer Begründung’ als Bachja anführt.
Sogar der Ausdruck für diese Bemerkung ist bei beiden fast derselbe.
Bachja sagt (S. 76): b« vnibnm ma» an an'» xini» nn man lsxata
x*nan a© und Saadias: nbnnm mein |ö ansana maipaa saan mxnn
misa bx arrva Kin IX l’bx arrva U)'X. Nach Saadias hat diess einen sprachlichen
Grund pübn m>yöö p a: xin», nach Bachja den philosophischen,
dass der Name allein es ist, was wir von Gott kennzeichnen können.
Wenn nun Bachja aber behauptet TP VTI33 BIT BÖllbl btlb HT bai (S. 77),
so nimmt er unbewusst Saadias Resultat, ohne seine Prämisse angenommen
zu haben, denn bei Saadias hat diese Thatsache nacli der Eigentümlichkeit
der Sprache wirklich den Zweck ‘mib, was nach dem
philosophischen Grunde Bachjas kaum der Fall sein dürfte, zumal diese
Thatsache nach seiner Darlegung sich als notwendig darstellt.
2 Neu ist bei Bachja die Erklärung, warum Gott im Vereine mit Naturwundern
und geschichtlichen Persönlichkeiten genannt zu werden pflegt.
Es galt, Gott in Verbindung mit dem zu bezeichnen, wodurch uns ganz
besonders seine Existenz klar ist, und dazu sind eben vornehmlich jene
beiden geeignet. Diese ganze Stelle hat bei den Uebersetzern eine Reihe
von Missverständnissen zu erleiden gehabt. Baumgarten, der die Worte
mn nbrni ,Das hat den Grund 1 mit dem Satze: ,womit er herausgehoben
haben will 1 übersetzt (S. 32) und nbjlHl gelesen zu haben scheint, hat die
Worte lnijyT WÖÖ “WX uniibersetzt gelassen. Die Worte: JHU lniXTÖl
lJ’niax “uta man irbx gibt er mit: ,Seine Existenz ist uns bekannt von
unseren Eltern aus‘ wieder (S. jb). Was bedeutet dann aber der darauf
folgende Begründungssatz: Und das darum, weil er uns von dieser Seite
bekannt ist? Das hiesse dann: Gott ist uns bekannt, weil er uns bekannt
ist. Weiter übersetzt Baumgarten die Worte "YDJJ2 DrV’bK
DllTiin! ,Möglich hat er sich ihnen geoffenbart, weil sie in ihrer Zeit im