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Kaufm an n.
positive Attribut kann nur entweder das einer Substanz oder
eines Accidens sein, dem Schöpfer von Substanz und Accidenz
kann aber keine ihrer Eigenschaften zukommen. So kann also
nur Negatives 1 von Gott ausgesagt werden.
Mussten die Wesensattribute als solche aufgefasst werden,
die nur Gott allein zukommen, so kann die zweite Gruppe
von Eigenschaften, die der Thätigkeitsattribute 2 , Gott und den
1 Die Delire von den negativen Attributen, die neuplatoniselien Ursprungs
ist (vrgl. Zeller III 2 , 2, 436), haben von Al-Kendi an alle arabischen
Philosophen angenommen (Munk, Mel. 319, 320, 341 A. 1). Diese Lehre,
die Bachja vor Saadias auszeichuet, ist eigentlich der Sache nach schon
bei ihm vorhanden, da er die tiefe Einsicht ausspricht, streng genommen
würde nur das Sein allein 13*73 flW'H (S. 50) von Gott behauptet
werden können. In scharfer Ausbildung scheint sie Mokammez bereits
gekannt zu haben, wie dies besonders aus folgender Stelle hervorgeht:
oiiyn pibn isa abs nmyias man: sb döh am mnwan a'j'jyn bax
aan rby maxtysi nn'a uo» upmn ’n rby uiisxir ryy '3 uöö a-pnun
niabtt i:aö upmn nsm yaur rbv inastyai nibisi m'raa uaa upmn
jmn (Orient 1847, Lb. S. 682). Bemerkenswerth ist es übrigens, dass in Spanien
Leugnung der Attribute mit Orthodoxie bei den Arabern sicli vertrug,
was nach dem eigentlichen Kalärn nicht statthaft ist. So bemerkt z. B.
Kremer (a. a. O. S. 89) von Ihn Hazm: ,1m orthodoxen und glaubenseifrigen
Spanien schrieb um 1058 der gelehrte und fromme . . Ihn Hazm
sein Werk über die Religionen und Sekten . . leugnet aber mit einer
Heftigkeit, die eines Mu’taziliten würdig wäre, die Attribute 4 . Wiewohl
also bei Juden und Arabern der Ansatz zur Lehre von den negativen
Attributen vorhanden war, so verräth deren Entwickelung bei Bachja
dennoch neuplatonischen Ursprung, wie auch schon die Aufstellung so rein
abstracter Wesensattribute, wie Sein, Einheit und Ewigkeit auf eine
philosophische Quelle schliessen lässt und speciell mit Proklus (s. Zeller
III 2 , 2, 715) manche Verwandtschaft zeigt.
2 Nach Schahrastani (IL I, 95) ist die Unterscheidung zwischen Attributen
des Wesens und des Thuns JuiaJI neueren
Ursprungs. Jedoch wird im Fikh alakbar, einem um’s Jahr 800 geschriebenen
arabischen Katechismus, diese Unterscheidung bereits angeführt
und als Beispiele für die Thätigkeitsattribute werden ,die
Schöpfung, die Ernährung, die Entwickelung, die Hervorbringung und
noch andere Attribute der Energie 4 daselbst aufgezählt (s. Kremer a. a.
O. S. 40). Auch bei Saadias finden wir diese Unterscheidung p3
D^rS!"! filöttfl Düjpn (Em. II, 8; S. 54). Blochs Einwände gegen diese Behauptung
(Frankel-Grätz Mtsch. 1870, S. 407) habe ich in meiner Darstellung
der Saadianischen Attributenlelire widerlegt. Bei Maimuni (Guide I,
C. 52) bilden die Thätigkeitsattribute die fünfte Abtheilung der Eigenschaften.