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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 77. Band, (Jahrgang 1874)

Die  Theologie  des  Bach  ja  ihn  Pakuda.

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weder  Einheit  noch  Vielheit,  als  Bestimmungen  des  Wirklichen, ­
  beigelegt  werden.  Ebenso  liegt  in  dem  Begriffe  der
wahren  Einheit  die  Ewigkeit,  da  Anfang,  Endlichkeit  oder
Veränderlichkeit  die  Einheit  durch  Vermehrfachung  aufhöben. ­
  Ebenso  ist  aber  auch  Einheit  und  Ewigkeit  in
dem  Begriffe  des  beständig  Seienden  enthalten.  Es  muss

keit  bietet,  da  sie  als  ,analytische  Bezeichnungen  des  göttlichen  Wesens,
welche  im  Grunde  identisch  sind 4  (Bruch,  die  Lehre  von  den  göttlichen
Eigenschaften  S.  97),  ihre  Identität  ohne  Zwang  erweisen  lassen.  Saadias
hat  in  der  jüdischen  Religionsphilosophie  zuerst  diese  Aufgabe  gelöst  und
der  Grundgedanke  Bachjas  in  dieser  Auseinandersetzung  über  die  substantiellen ­
  Attribute  ist  ihm  entlehnt.  Baehja  sucht  die  scheinbare  Vielheit ­
  oder  Dreiheit  derselben  dadurch  zu  beseitigen,  dass  er  sie  als  Eines
nachweist,  das  mit  Einem  Namen  zu  nennen  darum  nicht  genügt,  weil
uns  durch  diesen  nicht  alle  drei  Seiten  desselben  auf  einmal  vorstellig
würden  (S.  72).  So  sind  auch  bei  Saadias  (Em.  II,  c.  4;  S.  44)  die  Attribute:
Lebend,  Mächtig,  Weise  nur  Auseinanderlegungen  der  einen  Aussage:
Schöpfer,  die  unserer  Erkenntniss  in  jedem  Augenblick  als  Einheit
gegenwärtig  sind:  ’bs  DIXnS  Wlpb  13b3E7  Q1KSÖ  D'rjJJ  nE'bETI  nbxi
nriK  ntOEÖ  mEtna-  Auch  Baehja  sagt  von  ihnen:  bstWI  DillX  bbl3E>  1H3.
Diese  Attribute  sind  also  nicht  vielfach  in  Gott,  sondern  allein  in  unserer
Ausdrucksweise,  daher  sagt  Saadias:  riflX  i"DD  IJTJinb  IDYnTO 1 ? 1 ?  -piiD  K 1 ?
nn'br  pbnb  us-nom  dtj»  'an  nbx  nxspö  nb»  jiE’bs  exes  xb  ’3
mbön  E>bE>3-  Genau  dasselbe  sagt  Baclija:  'IT  KTnn  flHDE  XEÖJH  ’lElni
nnx  nb»3  war  j'iwia  “laoan  nrba  na  “onp  naa  pn  maa  aar  tsa  ws
l’by  minE>-  Bin  Muster  für  Bachjas  Identification  der  Attribute  liefert
Saadias  auch  im  Einzelnen,  wenn  er  sagt:  bl3’  xbl  bl3'  DX  '3  HW  Xb  '3
(ib.)  rrrr  -px  nwir  amp  in’»  ’»a  xbx  jpinan  ’wyn  nn’  xbl  ’n  ax  '3,
w r o  also  die  Identität  des  Attributes  Schöpfer  mit  allen  Dreien  und  die
Art,  wie  es  diese  enthält,  nachgewiesen  ist.  Während  aber  bei  Saadias
die  Attribute  die  Tlieile  sind,  in  die  wir  die  Inhaltsfülle  des  Begriffes
Schöpfer  auseinanderlegen,  ohne  dass  jeder  Theil  auf  alle  übrigen
schliessen  Hesse,  stehen  die  Attribute  Bachjas  in  so  unlöslicher  Verbindung, ­
  dass  jedes  die  übrigen  logisch  aus  sich  hervorgehen  lässt.
Saadias  hat  nur  Eine  Bestimmung  von  Gott,  die  er  in  ihre  Begriffe
zerfällt,  Baehja  drei  Bestimmungen,  von  denen  aber  jede  die  übrigen
voraussetzt.  Baehja  hat  die  Methode  und  die  Grundzüge  für  diese  Darlegung ­
  dem  Saadias  entlehnt,  die  Sache  selbst,  aber  bedeutend  weiter
entwickelt  und  vertieft.  Denn  die  Wesensattribute  bei  Saadias,  wiewohl
sie  mit  dem  Wesen  als  durchaus  Eins  sich  erweisen,  lassen  ihre  Identität
unter  sich  durchaus  nicht  so  leicht  erkennen,  während  ihre  Identität  bei
Baehja,  weil  es  eben  bei  ihm  eigentliche  Wesensattribute  und  nicht  zum
Theil  Thätigkeitsattribute  wie  bei  Saadias  sind,  streng  logisch  sich  erweisen ­
  liess.
            
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