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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 77. Band, (Jahrgang 1874)

Die  Theologie  des  Baclija  ihn  Palcuda.

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weise  für  die  Unkörperlichkeit  Gottes  müssen  folgen  lassen.
Und  doch  suchen  wir  eine  Behandlung  gerade  dieses  Punktes
bei  ihm  vergebens.  Warum  er  sie  zu  geben  unterlassen  hat,
kann  keinen  Augenblick  zweifelhaft  sein;  sie  wäre  nach  seiner
Auseinandersetzung  über  die  göttliche  Einheit  nur  überflüssig
gewesen.  Gott  ist  die  Einheit,  in  der  es  nicht  einmal  eine
Aehnliclikeit  mit  dem  Geschaffenen  geben  kann,  weil  diese  Zusammensetzung, ­
  Vermehrfachung  in  sein  Wesen  hineinbringen
würde.  Von  diesem  Wesen  noch  nachweisen,  dass  es  kein
Körper  sein  könne,  Messe  die  hohe  und  reine  Auffassung  von
der  Einheit  nur  beeinträchtigen.  Mit  der  Einheit  ist  bei  Baclija
auch  die  Unkörperlichkeit  Gottes  bewiesen.
Weit  entfernt,  auch  nur  die  Möglichkeit  für  die  Annahme
einer  Körperlichkeit  Gottes  übrig  zu  lassen,  birgt  dieser  überschwengliche ­
  Begriff  der  Einheit  die  Gefahr,  das  Wesen  Gottes
dem  Bewusstsein  des  Menschen  zu  entrücken  und  durch  Unbegreiflichkeit ­
  zu  verflüchtigen.  Wir  wissen  Gott  und  sollen
doch  nichts  über  ihn  wissen  können,  wir  bekennen  ihn  und
sollen  ihn  nicht  erkennen  dürfen,  wir  fühlen  uns  gedrungen,
die  Fülle  seiner  Vollkommenheit  in  Bestimmungen  auseinanderzulegen ­
  und  so  uns  fassbar  zu  machen  und  mit  jeder  unserer
Aussagen  sollen  wir  seine  Einheit  verletzen,  sein  Wesen  in
die  Endlichkeit  herunterziehen.  Nur  (furch  Bestimmungen  begreifen ­
  wir  ein  Ding,  das  Bestimmungslose  ist  uns  unbegreiflich;
sollen  wir  ein  Bewusstsein  von  Gott  haben,  dann  müssen  wir
etwas  von  ihm  aussagen  können.  Raubt  uns  aber  nicht  der
strenge  Begriff  von  der  Einheit  jede  Möglichkeit,  zu  Aussagen
über  Gott  zu  gelangen?  Diese  Frage  muss  beantwortet  werden
und  hiermit  ist  Bachja  bei  jenem  Gegenstände  angelangt,  der
die  Schulen  des  Islam  sowohl  wie  die  jüdischen  Religionsphilosophen ­
  so  lebhaft  beschäftigte,  der  Lehre  von  den  göttlichen
Eigenschaften.
Bachjas  Lehre  von  (len  göttlichen  Eigenschaften.
Auf  welchem  Wege  gelangt  die  Vernunft  zur  Erkenntniss
von  dem  Dasein  Gottes?  Durch  die  Betrachtung  der  Welt,
durch  den  Rückschluss  von  dem  Geschaffenen  auf  einen
Sitzungsber.  d.  pliil.-biat.  CI.  LXXVU.  Bd.  I.  Hft.

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