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K a u f in a n n.
Wasser seine Wärme vom Feiler, feuchte Dinge ihre Feuchtigkeit
vom Wasser, dem diese substantiell ist, entlehnt haben.
Alle Dinge in der Welt haben eine accidentelle Einheit, es
muss also die Einheit in einem Dinge Substanz sein, aus dem
denn auch jene ihre Einheit als Accidenz entlehnen. Die Dinge
in der Welt rühren aber mit Allem, was sie haben, von Gott
her, auch ihre Einheit stammt aus ihm, Gott muss also die
substantielle Einheit sein.
Nur die uneigentliche Einheit ist es, die wir allen Dingen
in der Welt zuschreiben können, seien es nun Gattungen, Arten,
Individuen, Substanzen, Accidenzen, höhere oder geistige Wesen.
Denn sie alle enthalten eigentlich eine Vielheit und werden
nur mit Rücksicht auf ihre Zusammensetzung oder darauf,
dass sie in einer Beziehung gleiche Theile umfassen, 1 eins genannt,
wie sie denn auch in der That allen Accidenzen der
Körperlichkeit unterworfen sind. Gott allein kommt die eigentliche
Einheit zu, in ihm ist sie Substanz und von ihr trägt
alles Geschaffene seine accidentelle Einheit zu Lehen. 2 Gott
allein ist die wahre Einheit, keiner kann es neben ihm sein,
alle Bestimmungen, 2 die von der substantiellen Einheit gelten,
1 Ibn Sina, der diese Unterscheidung der Einheit nicht kennt, spricht sich
doch über die Aussage der Einheit in einer Weise aus, die Baclijas
Worte verdeutlichen kann: ,Das Eine durch die Zahl ist so beschaffen,
dass darin entweder Vielheit der Wirklichkeit nach ist, so dass es Eines
ist durch die Zusammensetzung und die Vereinigung, oder dass das nicht
der Fall ist, sondern Vielheit der Möglichkeit nach darin ist, so dass es Eines
ist durch den Zusammenhang 4 (Schahr. IT. II, 149).
2 Hier zeigt sich noch deutlicher die Uebereinstimmung des von Bachja
über die Einheit Vorgetragenen mit dem von Pythagoras angeführten
Ausspruche: ,Die Einheit wird einget.heilt in die Einheit dem Wesen
nach und in die Einheit dem Accidens nach • die Einheit dem Wesen
nach nun gehört nur dem Schöpfer des Alls an, von welchem die Einheiten
in der Zahl und dem Gezählten ausgehen 4 (Schahr. H. II, 99).
Auch nach Bachja geht die Einheit der Dinge von Gott aus.
3 Wenn wir auch lange vor Bachja bei Juden und Arabern Aeusserungen'
über Gottes Einheit antreffen, die diese in möglichster Reinheit zu fassen
sich bemühen, so reichen sie doch bei weitem nicht an das heran, was
Bachja von dieser Einheit fordert. So sagt z. B. schon David ben
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