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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 77. Band, (Jahrgang 1874)

Die  Theologie  des  Bach,ja  ihn  Palaula

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Einheit  muss  jeder  Vielheit  vorangegangen  sein,  wie  die  Eins
jeder  Zahl,  sie  ist  ihrem  Begriffe  nach  das  Erste.  Es  wäre
somit  selbst  der,  welcher  mehrere  Götter  annimmt,  zuzugeben
gezwungen,  dass  die  Einheit  ihnen  vorangegangen  sein  muss.
So  ist  denn  sie  allein  das  Erste  und  Ewige  oder  Gott  kann
nur  Einer  1  sein.
VI.  Zwischen  Gott  und  Geschöpf  gibt  es  keine  Aehnlichkeit
 2 ,  keinen  Vergleich.  Nun  ist  die  Vielheit  so  wie  die
1  Dieser  Beweis,  der  schon  nach  seiner  Grundlage,  ,der  abstracten  ,  alle
Vielheit  von  sich  anssehliessenden  Eins 1  sich  als  neuplatonisch  ausweist,
wird  bei  Plotin  dazu  benützt,  von  dem  Urwesen  jede  Art  der  Vielheit
abzuhalten:  ,Das  Erste  kann  nicht  das  Viele  sein,  sondern  nur  das  Eine,
denn  alle  Vielheit  ist  eine  Vielheit  von  Einheiten,  und  alles,  was  ist,  ist
nur  durch  die  Einheit,  was  es  ist 1 ,  s.  die  Stellen  bei  Zeller  (Pli.  der  Gr.
III-,  2,  424,  A.  1  und  2).  Dieser  Gedanke  und  der  Vergleich  der  göttlichen ­
  Einheit  mit  der  Eins  der  Zahl  kehren  in  den  verschiedensten
,  Wendungen  bei  den  von  neuplatonischen  Ideen  erfüllten  lauteren  Brüdern
wieder.  Zusammenfassend  sagt  daher  von  ihnen  Dieterici:  ,In  dem  Wesen
der  Zahl,  die  aus  der  Eins  hervorwächst,  liegt  der  Hauptbeweis  für  die
Einheit  des  Schöpfers 1  (Ztsch.  der  d.  m.  G.  XVIII.  S.  693).  Dieser  Beweis
Baehjas  ist  von  Mose  ben  Esra  entlehnt  worden  dllp  KW  nWtlKn  ’D  JW
Dim  BTlp  *  ♦  niö’önn  "WXa  inxn  (Zion  II,  122,  1),  welche  Stelle  fast
wörtlich  übereinstimmt  mit  Baehjas  Worten:  “IHK*?  DÖTIp  fTHnKH
an  IST  bsb  enip  Dinn  '3  “1ÖXJ  *WXB.  Auch  Josef  ihn  Zadik  hat  denselben
Beweis:  *  *  *  b’xw  imx  awp'  awip  bw  mw 1 ?  bavn  -niy  ij'xi
‘TlD 1 ’  (Mikrok,  S.  48).  Auch  er  scheint  Bachja  benützt
zu  haben,  wenn  man  nicht  eher  annehmen  muss,  dass  alle  drei  aus  der
Encyclopädie  der  lauteren  Brüder  geschöpft  haben.
-  Bereits  am  Schlüsse  des  dritten  Einheitsbeweises  hat  Bachja  alle  Aehnlichkeit
  begrifflich  von  Gott  ausgeschlossen.  Auch  definirt  er  im  fünften
den  Begriff  der  Einheit  dahin,  dass  jede  Aehnlichkeit  von  ihr  fernzuhalten
sei.  Er  bedient  sich  daher  dieses  Gedankens  in  diesem  Beweise  bereits
als  Prämisse,  wozu  er  freilich  sehr  wenig  sich  eignet.  Denn  entweder
ist  die  Unvergleichbarkeit  Gottes,  wie  Bachja  es  auch  speculativ  immer
darstellt,  eine  Folge  seiner  Einheit,  dann  befindet  sich  Bachja,  ohne  es
zu  merken,  in  einem  Zirkel  oder  er  nimmt  diesen  Begriff  aus  der  Offenbarung ­
  (Zflflb’n  |b)/  dann  ist  der  Beweis  nicht  speculativ.  In  der  That
ist  dieser  Beweis  im  Kaläm  nicht  für  die  Einheit,  sondern  für  die  Unkörperlichkeit ­
  Gottes  gegeben  worden.  Es  ist  der  zweite  der  von
Maimonides  aus  dem  Kaläm  hierfür  überlieferten  Beweise,  der  auf  der
,Unmöglichkeit  der  Aehnlichkeit  (jU-CiJt  cLiüüot)  beruht  (Guide  I,  76,
2).  Auch  Moses  ben  Esra  hat  in  gleichem  Sinne  den  Satz  (Zion  II,  117):
.xnn  lrx  nun  Bin  nxi  txibjö  -arb  nan  u'x  paipn  Kinn  ppBib’an  nax
            
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