Die Theologie des Bach,ja ihn Palaula
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Einheit muss jeder Vielheit vorangegangen sein, wie die Eins
jeder Zahl, sie ist ihrem Begriffe nach das Erste. Es wäre
somit selbst der, welcher mehrere Götter annimmt, zuzugeben
gezwungen, dass die Einheit ihnen vorangegangen sein muss.
So ist denn sie allein das Erste und Ewige oder Gott kann
nur Einer 1 sein.
VI. Zwischen Gott und Geschöpf gibt es keine Aehnlichkeit
2 , keinen Vergleich. Nun ist die Vielheit so wie die
1 Dieser Beweis, der schon nach seiner Grundlage, ,der abstracten , alle
Vielheit von sich anssehliessenden Eins 1 sich als neuplatonisch ausweist,
wird bei Plotin dazu benützt, von dem Urwesen jede Art der Vielheit
abzuhalten: ,Das Erste kann nicht das Viele sein, sondern nur das Eine,
denn alle Vielheit ist eine Vielheit von Einheiten, und alles, was ist, ist
nur durch die Einheit, was es ist 1 , s. die Stellen bei Zeller (Pli. der Gr.
III-, 2, 424, A. 1 und 2). Dieser Gedanke und der Vergleich der göttlichen
Einheit mit der Eins der Zahl kehren in den verschiedensten
, Wendungen bei den von neuplatonischen Ideen erfüllten lauteren Brüdern
wieder. Zusammenfassend sagt daher von ihnen Dieterici: ,In dem Wesen
der Zahl, die aus der Eins hervorwächst, liegt der Hauptbeweis für die
Einheit des Schöpfers 1 (Ztsch. der d. m. G. XVIII. S. 693). Dieser Beweis
Baehjas ist von Mose ben Esra entlehnt worden dllp KW nWtlKn ’D JW
Dim BTlp * ♦ niö’önn "WXa inxn (Zion II, 122, 1), welche Stelle fast
wörtlich übereinstimmt mit Baehjas Worten: “IHK*? DÖTIp fTHnKH
an IST bsb enip Dinn '3 “1ÖXJ *WXB. Auch Josef ihn Zadik hat denselben
Beweis: * * * b’xw imx awp' awip bw mw 1 ? bavn -niy ij'xi
‘TlD 1 ’ (Mikrok, S. 48). Auch er scheint Bachja benützt
zu haben, wenn man nicht eher annehmen muss, dass alle drei aus der
Encyclopädie der lauteren Brüder geschöpft haben.
- Bereits am Schlüsse des dritten Einheitsbeweises hat Bachja alle Aehnlichkeit
begrifflich von Gott ausgeschlossen. Auch definirt er im fünften
den Begriff der Einheit dahin, dass jede Aehnlichkeit von ihr fernzuhalten
sei. Er bedient sich daher dieses Gedankens in diesem Beweise bereits
als Prämisse, wozu er freilich sehr wenig sich eignet. Denn entweder
ist die Unvergleichbarkeit Gottes, wie Bachja es auch speculativ immer
darstellt, eine Folge seiner Einheit, dann befindet sich Bachja, ohne es
zu merken, in einem Zirkel oder er nimmt diesen Begriff aus der Offenbarung
(Zflflb’n |b)/ dann ist der Beweis nicht speculativ. In der That
ist dieser Beweis im Kaläm nicht für die Einheit, sondern für die Unkörperlichkeit
Gottes gegeben worden. Es ist der zweite der von
Maimonides aus dem Kaläm hierfür überlieferten Beweise, der auf der
,Unmöglichkeit der Aehnlichkeit (jU-CiJt cLiüüot) beruht (Guide I, 76,
2). Auch Moses ben Esra hat in gleichem Sinne den Satz (Zion II, 117):
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