Die Theologie des Bacbja ihn Paknda.
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etwas haben, was der andere nicht hat, es muss also einen
Unterschied zwischen ihnen geben. Nun könnte einer vom
anderen nur durch den Mangel einer Eigenschaft sich unterscheiden
und müsste dadurch begrenzt sein. Da aber begrenzt
gleichbedeutend ist mit endlich, das Endliche aber zusammengesetzt
1 und das Zusammengesetzte geschaffen ist, so müsste
1 Bachja trägt diesen Beweis in einer sehr ung-ewölnilichen Weise vor.
Auch dieser Beweis scheint dem ICaläm anzugehör^n. Maimonides (Guide
I, 75, 2) führt ihn als zweiten Einheitsbeweis des Kaläm an, genannt
gegenseitige Verschiedenheit 4 , aber in so unvollkommener Weise,
dass man den Gang des Beweises im Kaläm kaum daraus erkennen kann,
s. Munk z. St. Anm. 2. Saadias (a.a. O. S. 43) führt ihn in folgender knappen
Form an: 'V'bw ‘“Q'l älWn EPTlSa DÜ DK1 ‘IHK “lai DH D^pm DH ÖK,
wo D^pZ^l vielleicht den Sinn des arabischen U^A I m
xx g IMt (Maväkif ed. Soerensen j^) ,in den Bedingungen der Gottheit
gemeinsam 4 haben kann. Ob die Worte: “0*1 ÜHTIJ ttf 1 ’ den Sinn
haben, dass bei vorausgesetzter Verschiedenheit beider Götter ein Drittes
die Zusammensetzung beider einzelnen oder jedes von beiden vollführt
haben müsste oder ob das Dritte als räumliches Trennendes aufzufassen
sei, wie es in dem Fragmente Abraham ihn Esras heisst (Kerem Chemed
IV., s. 4): d’üu ’3© ’d jhki ib ’3© pKi "inx ©’ ax 'ba©a ’aab ipn ny
m p©ö i©K3 mnx. a'x-ip» '3© pa ©ism ani3'a b’ian nxsn Dnn©na
a'©iinb an D’iwn ’3©ai a’cin anan '3© ibui m p©a xb, Bisst sich
kaum entscheiden. Abraham ihn Daud a. a. O. S. 49 hat den Beweis
bereits in der Form, in der ihn Maimonides als
(I, 75, 2) verwerthet hat (Guide II. 1. S. 44), dass nämlich das Nothwendig-Existirende
keinerlei Zusammensetzung ertrage, bei zwei verschiedenen
Göttern aber noth wendig einer oder beide aus dem Wesen
der Gottheit und einem trennenden Merkmal zusammengesetzt sein müssten.
Die Fassung dieses Beweises*, wie Abraham ihn Daud und Maimonides
ihn anführen, scheint mir von Ihn Sina herzurühren, dem die Lehre
vom Nothwendig-Existirenden überhaupt ihre Ausbildung verdankt. Schahrastani
führt diesen Einheitsbeweis in der Darstellung der aristotelischen
Lehren nicht als von Aristoteles, sondern ,von den Vertheidigern seiner
Lehre 4 herrührend an (Schahr. II. II, löl) und scheint darunter den Ihn
Sina zu verstehen, da er in der Darstellung seiner Philosophie ausführlich
die Lehre vom Nothwendig-Existirenden und diesen Beweis bespricht,
a. a. 0. II, 251-^253. Betrachten wir nun den Beweis bei Bachja, so
finden wir hier die Wendung, dass der Unterschied ttHÖH =
(Guide II, c. 1 f. Ob.) eine Begrenzung hervorrufe, aus welcher durch eine Kette
zum Theil gewagter Behauptungen Zusammensetzung gefolgert wird. Nur
die Unbekanntschaft Baclijas mit der Lehre Ihn Sinas vom Nothwendig-16*
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