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Sicherheit, wie wenn wir ihn gesehen hätten, die Ueberzeng-ung
von ihm uns verschaffen, dass er besteht, Einer ist und ewig
in der Vergangenheit wie in der Zukunft, mächtig, weise und
lebendig. 1 Zum Bestände dieses Werkes war nur ein einziger
Schöpfer unbedingt erforderlich, wir können darum nicht mehr
als Einen annehmen. Wollte jemand behaupten, es gebe mehr
als Einen, so müsste er dafür einen Beweis bringen, das ist
aber unmöglich, da der Beweis für die Einheit 2 Gottes als ein
speculativer nicht durch' einen anderen umgestossen werden
kann. Vielmehr wird durch Beweise nur die Einheit Gottes,
seine Freiheit von aller Vielfachheit, Vergesellschaftung und
Verähnlichung in verstärktem Maasse dargethan werden.
IV. Nehmen wir an, es gebe mehrere Götter, so muss
das Wesen jedes einzelnen entweder gleich oder verschieden
sein. Haben alle Ein Wesen, gibt es also nichts, was sie
trennte und zu einer Mehrheit machte, so können wir nicht
mehrere annehmen, dann gibt es eben nur Einen 3 Gott. Hat
aber jeder einzelne ein besonderes Wesen, so muss jeder
1 Diese scheinbar nicht in diesen Beweis gehörende Ausführung hat darin
ihren Grund, dass Bachja gegen den Einwurf bereits liier sich verwahren
will, wie denn von einem Gegenstände, der unserem Anblick sich entzieht,
mit solcher Bestimmtheit Einzigkeit ausgesagt werden könne. Da
findet es denn Bachja geeignet, gerade in diesem Beweise aus der Tliatsache
der Weltschöpfung die Art anzugeben, wie wir zu Aussagen über
Gott gelangen können.
2 Dieser Beweis ist dem Kaläm entlehnt und ist der vierte der von Maimonides
aufgezählten kalamistisehen Beweise für die Einheit (Guide I,
74, 4. S. 424). Er entspricht demselben genau, denn auch dieser betont
nur das Bewiesensein eines einzigen Schöpfers. Doch scheint ihn Bachja
durch das Medium des Saadias aufgenommen zu haben, dem er hier fast
wörtlich folgt. Bachja sagt: nbit mx-m xbx mm la^pir xb “tnxa im 1
axm© rrxnn und Saadias: iTifin nbit rfw rvxn bx "pat l’by ppDiaw na ~x
X'nn (Em. II, 2. S. 42). Bachja hat liier mit richtigem Takte den zweiten
und dritten Einheitsbeweis des Saadias, die in der That sich nicht von
einander unterscheiden, zusammengenommen. Auch hier zeigt er dieselbe
genaue Anlehnung an Saadias. So heisst es bei diesem (Em. a. a. 0.):
nrsx vby spaia» na bax mybn nirsx w naa rroiyn pjjn nu baten
vbx -pix pxi myba und ähnlich bei Bachja: unjn b» mbynb iMnsnn
nirax nnxa nnv px a’temnan mx’aaa mybn x-x ’a axna nnx xnate
vbx “ins pxi myba
3 Vrgl. über denselben Beweis bei Johannes Damascenus Tiedemann, Geist
der spec. Phil. IV, S. 43.