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Kaufmann.
Nun können wir aber von den in der Welt jemals ins
Dasein getretenen Individuen einen Theil abgrenzen und herausheben,
z. B. die Individuen aus der Zeit von Noah bis Mose,
haben also somit einen begrenzten Theil dieser als unendlich
angenommenen Welt, es muss also diese Welt einen Anfang
haben, ihre Ursachen 1 können nicht ins Unendliche zurückgehen.
Eine unendliche Reihe von Ursachen ist somit unmöglich,
es muss eine Urursache geben.
III. Ein Zusammengesetztes muss unzweifelhaft aus mehr
als aus Einem Dinge bestehen. Die Dinge nun, aus denen es
zusammengesetzt ist, müssen der Natur oder dem Wesen nach
demselben vorangegangen sein, die es zusammensetzende Ur-1
Gegen diese Schlusswendung des Beweises durften einige gegründete
Bedenken sich erheben lassen. Man möchte sich versucht fühlen, hier
anzunehmen, Bachja habe hier den Grundsatz des ersten Saadianischen Beweises
für die Weltschöpfung (Emunoth I, 1 S. 16), die Begrenztheit
der Welt, ihre Endlichkeit lasse auf eine begrenzte, sie verursachende
Kraft schliessen, anwenden wollen; aber wie folgt aus der Endlichkeit der
Individuen noch die Endlichkeit der Welt? Doch scheint mir hier Bachja
Folgendes haben sagen zu wollen: Wäre die Zeit unendlich, also auch
(s.KusariV, 18, Anfang,S. 409) die Zahl der in ihr entstandenen Individuen,
so gäbe es also von Noah rückwärts unendliche Individuen, von Mose ab
ebenso, oder aber die letztere Unendlichkeit würde die erstere um die Geschlechter
von Noah bis Mose übertreffen. Wir hätten hier also die
Belegung durch ein Beispiel für den allgemeinen Satz und Grundgedanken
des ganzen Beweises, dass die Welt, sobald ein Theil, eine bestimmte Zeitdauer
derselben bekannt sei, nicht von Unendlichkeit her bestehen könne.
Dass aber Bachjas Beispiel in der Thal zu denen gehört, an denen der
Kaläm die Absurdität der Annahme eines Unendlichen und der Weltewigkeit
anschaulich zu machen pflegte, lehrt uns Maimonidcs (Guide I, 74
S. 435, 436). Zu solchen Beispielen wurde entweder eine Gattung von
Individuen oder die Reihe der Sphärenumläufe verwendet. Diese letzteren
wurden auch noch in anderer Weise als Beispiel verwerthet. Da es
Sphären von grösserer und kleinerer Umlaufsgeschwindigkeit gibt, beide
aber nach der Annahme der Weltewigkeit unendlich rotiren, so müsste
es Unendlichkeiten geben, von denen die eine in der anderen so und sovielmal
enthalten wäre. In dieser Fassung führt Jehuda Halewi dieses
Beispiel des Kaläms an (Kusari V, 18, S. 410). In vollständigster Ausführlichkeit
benutzt Levi ben Gerson dieses Beispiel, um dadurch die
Annahme von der Ewigkeit der Zeit zu widerlegen. (Milchamot Haschern
VI, 1 c. 11; ed. Leipzig S. 341).