Die Theologie des Bacbja ihn Pakuda.
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gendermassen: ,Wir haben zuerst zu erforschen, ob diese Welt
einen Schöpfer hat oder nicht. Wenn es erwiesen ist, dass die
Welt einen Schöpfer hat, der sie hervorgerufen und geschaffen,
müssen wir erforschen, ob es Einer sei oder mehr als Einer.
Wenn es erwiesen ist, dass es Einer, dann müssen wir das
Wesen der relativen und absoluten Einheit und, was davon
dem Schöpfer zuzuschreiben sei, erforschen* (c. 4). Der Lauf
der Darstellung ist somit klar vorgezeichnet.
Bachja’s Lelu-e von der Weltschöpfung.
Der Ausgangspunkt aller Speculation über Dasein und
Wesen Gottes war in der rationalen Theologie, im Kaläin der
Araber der Nachweis einer Weltschöpfung. Auf diesen Nach'
weis haben alle Mutakallimün so wie die ihrer Methode folgenden
jüdischen Religionsphilosophen das Hauptgewicht gelegt.
Daher sehen wir denn auch Bachja, um diesen Punkt zum möglichsten
Grade der Gewissheit zu erheben, in seiner Erweisung
jener nach allgemeiner Annahme zu unumstösslicher Sicherheit
hinführenden Methode sich bedienen, die in den propädeutischen
Wissenschaften, vornehmlich in der Mathematik angewendet
wird und die aus dem Euklid her ihm geläufig war, die Methode,
mit Hülfe unanfechtbarer Prämissen einen bindenden Beweis
herzustellen. Die Annahme einer Weltschöpfung und eines
Schöpfers gründet sich auf drei Prämissen: I. Kein Ding schafft
sich selbst; II. die Ursachen gehen nicht ins Unendliche, es
diese das Dasein Gottes bewiesen werde. Die Voranstellung der Beweise
für die Weltschöpfung entscheidet den kalamistischen Charakter des betreffenden
Denkers. Man kann freilich dem Kalam die Methode entlehnen
und braucht darum noch nicht, Mutakallim zu sein. Und so ist es wohl
auch bei Bachja. Der Gang des Kaläms ist nach Maimonides (a. a. O.)
folgender: I. Weltschöpfung. II. Dasein Gottes. III. Einheit. IV. Unkörperlichkeit
Gottes. In der That ist dies auch die Reihenfolge, in der
die Darstellung des Kaläms von Jehuda Halewi gegeben wird (Kusari,
V, 18). Auch Bachja hat sich, wie man sieht, dieselbe Reihenfolge vorgesetzt,
nur dass er die Unkörperlichkeit Gottes gar nicht, als Hauptpunkt
der Untersuchung aufführt. Auf die Gründe, die ihn dazu bewogen
haben mochten, die Behandlung gerade dieses Gegenstandes zu unterlassen,
kann erst am geeigneten Orte eingegangen werden