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Kaufmann.
niss seines Daseins ist unserer Forschung' über ihn eine Grenze
gesetzt, die wir nicht überschreiten können 1 (c. 4).
Aufgabe der Untersuchung wird es daher nur sein, durch
Beweise das Dasein Gottes darzuthun. Daran schliesst sich naturgemäss
die Frage, ob Ein Gott oder mehrere Götter angenommen
werden müssen, und an diese die andere Frage, in welcher Weise
von Gott Einheit auszusagen sei. Demgemäss bestimmt Bachja
die Reihenfolge 2 seiner Darstellung der Lehre von Gott folhingegen
die Frage nach dem Wie als weniger wesentlich und zu den
übrigen nur ,häufig hinzugefügt 4 behandelt. Er sagt: La..})
s. Schmölders Documenta Pt S. 40.
1 Wenn es auffällig erscheint, dass Bachja hier am Anfänge der Untersuchung
das vorwegnimmt, was ihr Ergehniss sein sollte, so hat man zu
beachten, einmal, dass er nur die Richtung der Untersuchung oder das,
was man von dieser zu erwarten habe, bezeichnen will und zu diesem
Zwecke etwas vorausschickt, was er später erst beweisen wird, ferner
aber, dass dieser Satz durch seine häufige Anwendung und seine Geläufigkeit
hei den meisten Religionsphilosophen den Charakter einer unbestreitbaren
Voraussetzung angenommen hat. ,Nur dass Gott ist, können
wir wissen, aber was er ist, das ist uns durchaus verborgen 4 , so äussern
sich bereits Philo und Plotin, vrgl. Zeller, Phil, der Griech. III 2 2,
S. 309 und 551 Anm. 1. Schon David Almokammez (a. a. O. S. 620)
erwähnt diesen Satz, wenn er im Namen der DIHH den
Satz anführt 1HÖ DICH by blKü'b ’KWI Dl« ]’«, übrigens eine Fassung,
die der positiv lautenden Bachjas ganz ähnlich ist. Für diese uns allein
mögliche Aussage des Daseins oder des ,Dass l Gottes ist der arabische
Ausdruck aLol geprägt worden, dessen neuhebräische Nachbildung nur
bei Josef ibn Zadik durch (Mikrok. S. 47) versucht erscheint,
während er bei Gabirol von Ibn Falaquera mit !T3K '»D’IW
(Melanges f. 286), bei Maimonides von Samuel ibn Tibbon (Moreli I, 58)
mit fiW wiedergegeben wird. Dass Gabirol unserem Satze Aehnliches
behauptet, s. bei Munk a. a. O. S. 111 A. 1. Josef ibn Zadik (a. a. 0.)
führt ihn wie Bachja in positiver Fassung an: px im b'z nby «in bs«
fllB'« by n-rpnn X’H nxn «in DX X^X J^Xl». Auch Maimonides bedient
sich dieses Satzes in ähnlicher Wendung-, wie Philo und Plotiu. Vrgl.
Munk, Guide (I. 58 S. 241, 2).
2 Diese Anordnung in der Entwickelung seiner Lehre von Gott hat man
stets im Auge, wenn man von dem kalamistischen Charakter der Keligionsphilosophie
Bachjas redet. Diese Behauptung stützt sicli auf die
Angabe des Maimonides (Guide I, 71 S. 346), dass man es als ein
dem Kaläm bei allen Anhängern und Nachahmern gemeinsames Kriterium
ansehen könne, ob zuerst die Geschaffenlieit der Welt und dann durch