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Kaufmann.
propädeutischen Wissenschaften üblichen strengen Beweise anzuwenden,
die er im übrigen Theile des Werkes zum Zwecke
der Verständlichkeit mit Absicht vermeidet (Einleitung S. 29).
Wir sind demnach berechtigt, eine philosophische Begründung
und Entwickelung der Lehre von Gott bei Bachja zu erwarten,
dürfen aber den Gesichtspunkt niemals ausser Acht lassen,
dass er diese Aufgabe sich nur als Einleitung und Grundlage für
sein Werk, nicht aber als Selbstzweck vorsetzt. Er wollte kein
Wurzelbuch oder, wie wir es nennen, kein Compendium der
Religionsphilosophie in dieser ,Pforte über die Lehre von Gott'
geben, sie steht im engsten Zusammenhang mit den übrigen
Theilen des Buches und niemals darf bei ihrer Beurtheilung
vergessen werden, dass sie nur als Behandlung ,der wichtigsten
Wurzel und stärksten Grundlage' 1 aller Herzenspflichten eine
Stelle in dem Werke findet. Es ist auch in ihr, wie Bachja
(S. 32) von dem Ganzen sagt, nur darauf abgesehen, den Glauben
aus der Erkenntniss 2 nachzuweisen, ,die in unserem Verstände
eingesenkten Grundlehren der Religion hervorzuholen'; Metaphysik
als solche dürfen wir darin nicht suchen. Auch eine
Sicherung 3 der Ergebnisse gegen alle möglichen und vorhandenen
Einwürfe ist nicht darin beabsichtigt, Polemik ist von
1 ob» sba bxn am' bnan piB'i p'bm jan® rnitswi sagt Bachja in der
Einleitung (S. 30).
2 Eine TTebereinstimmung zwischen Philosophie und Offenbarung, den beiden
Herren, wie Abraham ibn Daud bezeichnend sich ausdrückt, von
denen der eine gross und der zweite nicht klein ist (Emunah ramah
S. 82), war für Bachja selbstverständlich. Dieselbe ist aber auch von
den arabischen Philosophen behauptet worden, wie z. B. von Ibn Sina,
über dessen Ansicht von dem Verhältnisse jener beiden Ritter eine lehrreiche
Aeusserung beibringt (a. a. 0. VIII, 26): ,Die Gründer des Glaubens,
die Propheten hätten früher dasselbe ausgesprochen, was später die
Philosophen gelehrt hätten; jene hätten es nach ihrer Weise nur dunkler
und als Ergebniss ohne Beweis aufgestellt, damit es später erklärt und
mit Beweisen versehen werde*. Ueber die Ansichten der lauteren Brüder
in dieser Frage vrgl. Dieterici, Anthropologie S. 117.
3 Bei Gelegenheit seiner Aufzählung von dreissig Arten, in denen die Seele
mit sich Rechenschaft halten könne, bemerkt Bachja etwas, was bei der
Beurtheilung manches Punktes in seinem Werke nicht ausser Acht gelassen
werden darf: TOTO “p“IÖ Njn “ISDn “pK' «b® D'iaia ’n'3in «bl
nnwbl “l'imb xm "l®X 13 ,Ich habe nicht viel Worte gemacht, damit