Die Theologie des Bachja ibn Takuda.
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Die gleiche Wahrnehmung können wir auch an dem Verhalten
Bachja’s zur Encyclopädie der lauteren Brüder machen.
Auch hier hat die fleissige Benutzung- ihrer Abhandlungen ihn
durchaus nicht dazu gebracht, alle ihre Anschauungen zu den
seinigen zu machen, er verfahrt vielmehr mit Vorsicht und
kritischer Wahl. So viel Raum daher auch jene der Darstellung
ihrer Lehren von Satanen und bösen Geistern, ihrer Engellehre
und astrologischen Begriffe gewidmet haben, Bachja hat es verstanden,
sein Werk von allem diesen vollständig freizuhalten.
So hat denn Bachja die von mancher Seite an ihn herantretende
Gefahr, seine ,Anleitung 1 zu den Herzenspflichten'
sonders wenn man sie mit anderen Aeusserungen Bachjas über das Wesen
der Seele zusammenstellt, aus denen keine Spur emanatistischer Vorstellungen
sich nach weisen lässt. Dass er die Seele für ein lichtes, engelgleiches
Wesen hält, kann für diese Frage gar nichts beweisen. II, c. 5; S. 107
sagt Bachja: K1H Düpn Hfl D’JV'bjH D'tt'Nn nrarmb HÖH 'TlX ’JHn ÜJ£J?
Dinm mnn nn am niutpn viwb amtn d'-jjüöx: n m»p uss:
D'p-npm D’ÖJtyni n’Tini mm ’Wtan, eine Stelle übrigens, zu deren Aensserung
über die Vermittler zwischen Leib und Seele eine merkwürdige
Parallele sich bei Gabirol findet, wenn diesem wirklich der von Gundisalvi
übersetzte Tractat von der Seele angehört: Simplex autem non potest
conjungi spisso sine medio quod habet similitudinem cum extremis.
Item, anima non apprehendit sensibilia per se nisi mediante spiritu, qui
est substantia sentiens consimilis utrisque extremis et est media iuter
corporeitatem sensibilium et spiritualitatem animae rationalis (Munk,
Melanges 172). Dass an dieser Stelle 'Tltf — eine lichtartige Substanz
bedeutet, hat J. Levinsohn in der Schrift ‘VK’’ DVD (Berlin, 1865,
S. 396) nach dem arabischen Original festgestellt. Aus Stellen,
wie IV, c. 4; S. 234: D'SiAlan miM l£>B3n aiwn®, X, c. 1; S. 430:
mumm D’B'xna nb nann bx ntsia inn bwb azp wsjn und ix, c. 3;
s. 408: nbiyö imnm irvnr 13 noxai mn nbips Dixn p’D3 mix bs höi>
ni’jnnn scheint Bachjas Auffassung vom Wesen der Seele als einer engelgleichen
Lichtsubstanz in der Tliat sich zu ergeben. Doch liegt hierin
nichts von Emanation. Auch Saadias (Emunoth VI. cd. Slncki, Leipzig
S. 97) nennt die Seele: “lt£>K3 “llKd nb3pfc BTTOl D’bjbjn flVp» 'p3
m'Ktt 13 n’nm blban bsp’ und auch Jehuda Halewi sagt von ihr
(Kusari II, 26; S. 133): B'SKbön DJt»b Slip TnBJ OSJ> irnd V, 12;
s. 396: mnbxn a'öswm D-sxban nxrn 1x11-10 imaatw “tüiy öxp-1
Nach der Pariser Handschrift lautet der Titel des Buches: i joltXlC
fjiyi XaajUMj 1_) JüiJ! Der arabische Auszug
(Orient 1861 Lb. S. 737) des Werkes gibt den Titel anders an. Doch