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Kaufmann.
Stellungen, spielender Zahlenweisheit, emanatistischer Begriffe
diese Lehre von der Einheit Gottes in der Reinheit, in der
wir sie bei Bachja finden, hervorgeholt werden musste und
dass es ihm gelungen ist, sie frei von allem entstellenden Beiwerk
herauszulösen, so werden wir der geistigen Kraft des
Mannes nur Achtung entgegenbringen können. Er hat selbst
jener Lehre, die in der neuplatonischen Philosophie eine so
wichtige 1 Rolle spielt, früh 2 von den Arabern angenommen
wurde und auch in Spanien bald zu grosser 3 Verbreitung gelangte,
zu widerstehen 4 vermocht, man findet von der Lehre
der Emanation bei ihm fast 5 keine Spur.
1 Vrgl. hierüber Zellers Auffassung von der Rolle der Emanation bei Plotin
(a. a. O. III 2 , 2, S. 441 ff.)
2 Wie sehr Alfarabi von der neuplatonischen Emanationslelire erfüllt ist,
zeigen seine Aeusserungen in den fontes quaestionum c. VT ff. bei
Schmölders Documenta (47, 48; 94 — 99), vrgl. Ritter (a. a. O. S. 8).
Aber auch noch bei dem strengen Aristoteliker Ibn Sina sehen wir die
Lehre von der Emanation eine sehr wichtige Stelle einnehmen, s. Ritter
(ib. S. 22, 23).
3 Mit Recht schliesst Munk aus der Rolle, welche die Emanation in der Lehre
Gabirols spielt, ohne dass dieser darum Veranlassung findet, auf eine
Darlegung und Begründung derselben einzugehen, vielmehr wie etwas
allgemein Bekanntes sie voraussetzt, auf die ausgedehnte Verbreitung
derselben in Spanien (Melanges 260). Cette philosophie devait etre alors
en vogue chez les Arabes ou cliez les Juifs d’Espagne (a. a. O.).
4 Es ist, selbst philosophisch betrachtet, keine Inconsequenz oder Schwäche
Bachjas, trotz seiner Lehre von der göttlichen Einheit die Emanation
nicht angenommen zu haben. War es ja doch nur eine, man möchte
sagen, willkürliche Ueberschwenglichkeit des Neuplatonismus, jenen Begriff,
der doch einmal nur auf dem Wege der Causalität gefunden werden
kann, über alle Causalität hinauszuheben oder, nach Zellers Ausdruck
(Phil, der Gr. III 2 , 2. 427) schon von vornherein die Transscendenz des
Uranfänglichen vorauszusetzen. Bachja konnte darum gar wohl von der
Weltschöpfung aus den Begriff Gottes herleiten und dabei dennoch in
neuplatonischer Weise die Transscendenz desselben entwickeln. Dass es
aber nicht etwa ein religiöser Grund gewesen sein müsse, der ihn von
der Emanationslehre Abstand nehmen liess, kann das Beispiel Gabirols
beweisen, der die Emanation in ausgedehntester Weise lehrt.
5 EineSpur emanatistischer Vorstellungen scheint sich in der Psychologie Bachjas
zu finden. So sagt er ITT c. 2; S. 136: nbim JÜ "IHJ ’JITn D!t2> K1H
■ D’ajTI ö’sun Dbipa '“03 Kirn 'wnn p'bjm. Jedoch ist die stelle für die Behauptung,
Bachja habe die Emanation angenommen, nicht entscheidend, he-