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Kaufmann.
rakter, die Grundstimmung sowohl wie die Darstellungsweise
der ,Herzenspflichten' den Einfluss der lauteren Brüder verräth,
so erweist sich oft in charakteristischen Einzelheiten eine Verwandtschaft
zwischen Bachjas und ihren Anschauungen.
Fassen wir kurz die Ergebnisse dieser Wahrnehmungen
zusammen, so stellt sich Folgendes heraus. Bachja kennt die
Bücher Ihn Ganächs, scheint von Gabirol benützt worden zu
sein, benützt selbe) - in ausgedehnter Weise die Encyclopädie
der lauteren Brüder und scheint Ibn Sinas Werke noch nicht
zu kennen. Bedenkt man nun, dass Ibn Ganäcli und Gabirol
in Saragossa lebten, dass die Abhandlungen der lauteren Brüder
in Saragossa zuerst 1 bekannt wurden, dass der Name Bachjas
auf diese Heimath hinzuweisen scheint und zieht man ferner
in Erwägung, dass Bachja kaum lange nach Ibn Sinas Tode,
also nach 1039 geschrieben haben könne und dass ein freilich
sonst nicht weiter beglaubigtes Datum die Abfassungszeit der
,Herzenspflichten' in das Jahr 1040 versetzt, so wird wenigstens
ein genügender Grad von Wahrscheinlichkeit der Behauptung
zugestanden werden können: Bachja hat um das Jahr 1040 in
Saragossa 2 geschrieben.
pologie S. 221). Einzelne Ausdrücke bei Bachja sind von der Encyclopädie
herübergenommen, so z. B. riTÖD ni’B (Einleitung S. 24) = ,Schlaf
der Bethörung 1 , einem bei den 1. B. (z. B. Naturansch. S. (15; 162) häufig
wiederkehrenden Terminus, oder: ablJH milK pn 113t» (ib. S. 31)
= ,er trank von der Weltliehe . ., dann ward er trunken vom Wein
der Begierde 1 (Weltseele S. 114). Ueber ähnliche aus der Encyclopädie
in die jüdische Literatur eingedrungene Ausdrücke, s. Hebr. Bibi. 1873, 12. ff.
1 Wie dies Haneberg (a. a. 0. S. 90) nachgewiesen und ausführlicher dargelegt
hat.
2 Jekutiel Alhassan hatte um 1038 bereits Gabirol von Malaga nach Saragossa
gezogen, wo auch Ihn Ganäch bereits seit 1013 sich aufhielt, seitdem
er von Cordova hatte wegziehen müssen (Grätz, Geschichte VI 2 , S. 21
und 29). Ibn Ganäch, der 995 geboren sein soll, mochte gar wohl bereits
um 1040 ein berühmter Mann sein oder Bachja als Saragossauer konnte
früher die Bekanntschaft seiner Schriften machen. So konnte aber auch
sehr wohl Gabirol die zehn Tugendpaare Bachjas für sein 1045 verfasstes
moralphilosophisches Werk benützen, da die Abfassung der ,HerzenSpfliehten
1 früher stattgefunden hatte und ihm als dem Landsmanne Bachjas
sein Werk schneller bekannt werden konnte. Nun sagt zwar Ibn Gabirol
ausdrücklich, dass er seine eigenen Gedanken in dem Werke niedergelegt
habe: ■wjn ’nbits nin nacn nnm ’marrna xb ’3 mv D’pbxni