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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 77. Band, (Jahrgang 1874)

Die  Theologie  des  Baclija  ibn  Pakuda.

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den  Sittenreg-eln  und  Lebensbräuchen  der  Asketen  in  seine
Darstellung  eingewebt  zu  haben  angibt.  Wie  der  ganze  Chaunsere
  Augen 4 .  Ueberhaupt  ist  es  der  Gesichtspunkt  der  1.  B.,  unter
dem  auch  Baclija  die  Natur  betrachtet  und  überall  die  Allweisheit  des
Schöpfers  bewundert,  wie  jene  ihre  Auseinandersetzungen  über  die  Elemente ­
  (Naturanschauung  S.  57)  oder  die  Naturreiche  (ib.  S.  194)  mit
dem  Ausruf:  ,So  beschaue  nun  wohl  die  Weisheit  des  Schöpfers 4  unterbrechen ­
  und  an  die  Darstellung  der  Astronomie  Bemerkungen  über  die
Plan-  und  Zweckmässigkeit  alles  Geschaffenen  knüpfen.  So  zeigt  auch
die  Anthropologie  Bachjas  III,  c.  9  manche  entscheidende  Aehnlichkeiten
mit  der  der  1.  B.,  wenn  sie  auch  in  manchen  Einzelheiten  von..ihr  abweicht. ­
  Wenigstens  die  Grundzüge  des  Vergleiches  des  Körpers  mit  dem
Tempel  sind  ihnen  entlehnt,  wenn  sich  auch  die  Ausführung  von  der
ihrigen  unterscheidet.  Schon  die  Beschreibung  des  Körpers  als  des
Mikrokosmos  ist  in  solcher  Ausdehnung  nur  noch  bei  ihnen  anzutreffen.
injism  vnilbim  virnssa  obiyb  nan  pina  ‘wn  vnrnD'nbuDa  *|b  ,“imi
(S.  179)  findet  seine  Analogie  bei  den  1.  B.:  ,Demgemäss  findet  man  für
Alles,  was  in  der  sinnlichen  Welt  vorhanden  ist,  wie  .  .  für  die  Ordnung
der  Elemente  als  Urmütter  CTv£Hty2)/  .  .  .  die  verschiedenen  Gestaltungen
jler  Pflanzen,  den  wunderbaren  Bau  der  Creaturen  Cnnbini)  .  .  .  g  leiclinisse
  und  Aehnlichkeiten  in  den  Zuständen  der  Menschenseele,  die  den
Körper  mit  ihren  Kräften  durchdringt 4  (Antlir.  S.  41).  ,Die  Fügung  des
menschlichen  Körpers  ist  aber  der  Fügung  der  Sphären  ähnlich 4  (irO'Dm)
heisst  es  a.  a.  O.  S.  47,  vrgl.  auch  Haneberg  a.  a.  O.  95—96.  II,  c.  5-,
S.  109  bestimmt  Baclija  die  Functionen  des  Magens  und  der  Leber
pian  ppb  -nsm  bmb  KaaiacKm  und  auch  von  den  1.  B.  wird  a.  a.  O.
S.  13  ,das  Festhalten,  Kochen  und  Reifen 4  der  Speisen  dem  Magen,  das
zweite  Kochen,  Reinigen  und  Reifen  des  Speisesafts  aber  der  Leber
(ib.  S.  14)  zugewiesen.  Baclija  (S.  110)  weist  darauf  hin,  wie  die
schlechten  Stoffe  abgeführt  und  nicht  zur  Verbreitung  im  Körper  zugelassen ­
  werden.  Auch  bei  den  1.  B.  (a.  a.  O.  S.  14)  wird  dies  bemerkt
und  mit,der  Arbeit  von  Strassenfegern 4  verglichen.  Diese  Einzelheiten  lassen
sich  noch  vermehren.  Die  Aufforderung  Bachjas  VIII,  c.  3,  Nr.  23;  S.  380,
durch  Gewohnheit  sich  nicht  von  der  Bewunderung  der  göttlichen  Werke
abziehen  zu  lassen,  ist  deutlich  der  Ausführung  der  1.  B.  (Naturanschauung
S.  202)  entlehnt,  die  auch  Moses  ben  Esra  (Zion  II,  136)  ihnen
wörtlich  entnommen  hat  (ib.  201,  202).  Die  Lehre  Bachjas  von  der
Enthaltsamkeit,  die  nur  auf  das  Unentbehrliche  sich  einschränkt,  findet
sich  bei  den  1.  B.  (Naturansch.  S.  19),  wie  auch  eine  andere  Aeusserung
Bachjas  in  demselben  Capitel  (IX,  c.  2;  405),  die  die  Frommen  ,die
Aerzte  der  Seelen 4  nennt,  von  jenen  herstammt  (a.  a.  O.  S.  151).  Auch
in  der  Verwerfung  strenger  Askese  und  der  Empfehlung  eines  Gleichgewichts ­
  und  des  am  meisten  religiösen  Mittelweges  (a.  a.  0.  S.  407)  folgt
Baclija  den  1.  II.  (a.  a.  O.  133—134).  Vrgl.  auch  das  am  Schlüsse  des
IX.  Buches  angeführte  Testament  mit  der  Aeusserung  der  1.  B.  (Anthro-
            
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