Die Theologie des Baclija ihn Pakuda.
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finden, nur die Annahme übrig, dass Gabirol in dieser Schrift
bereits aus dem Werke Bachjas entlehnt habe.
Dass Baclija auch die Literatur der Araber gekannt und
benützt habe, würden wir schon wegen seines Aufenthaltes in
Spanien anzunehmen ein Recht haben. Denn hier, auf dieser
Halbinsel erfolgte jene innige Bekanntschaft der Juden mit den
geistigen Erzeugnissen der Araber, die der hebräischen Sprache
einen neuen Liederfrühling, dem jüdischen Geiste ein kräftiges
Erwachen und Aufleben in Philosophie und Wissenschaft brachte.
Bei einem jüdisch-spanischen philosophischen Schriftsteller aus
der Zeit, in der ungefähr Baclija gelebt haben mochte, ist die
Kenntniss des arabischen Schriftthums von vornherein vorauszusetzen.
Aber er sagt es uns selbst ganz ausdrücklich, dass
er zur Erhöhung der Wirksamkeit ,von den Moralisten und
Philosophen jedes Volkes', deren Lehren ihm bekannt geworden
waren, Aussprüche in sein Werk aufgenommen habe, weil er von
diesen eine grössere Eindrucksfähigkeit auf die Herzen seiner
Leser sich versprach. Wir erfahren hier also unzweifelhaft, dass
in charakteristischen Einzelheiten An klänge an Baclija in der Behandlung
Vorkommen, so wird man in dieser Aehnlichkeit, ja Uebereinstimmung
nicht ein zufälliges Zusammentreffen, das übrigens auch schon durch die
scharf markirte Eigenthiimlichkeit der Eintheilung ausgeschlossen ist,
sondern eine Entlehnung und Abhängigkeit von Bachja erblicken. Und
selbst die Annahme einer gemeinsamen Quelle scheint aufgegeben werden
zu müssen, wenn man bemerkt, wie diese Eintheilung bei Bachja noch
nicht fest ist, sondern den Charakter des nur flüchtig und nebenher, aber
selbstständig Gegebenen trägt map! 'bjOTOT n» DHÖ TDIX rm l’nHÖ,
(S. 184) und wenn man dabei bedenkt, wie oft solche gelegentliche Bemerkungen
eines Autors zu weiterer und vertiefterer Ausführung derselben
einem anderen Autor häufig in der Literatur Veranlassung geben. Diese
Annahme wird durch keinen Nachweis der Entleimung von Gabirol bei
Bachja widerlegt. Die Anführung bei Bachja VI, c. 7; S. 306 gehört,
wie Dukes in bn3 II, S. 42, A. 24 ermittelt hat, dem Isak ben
Lewi ibn Saul an und nicht dem Gabirol, dem es manchmal zugeschrieben
wird. Wenn Baumgarten (a. a. O. S. X) den von Bachja VI, c. 5;
S. 297 angeführten Ausspruch eines Weisen als eine Entlehnung aus
Gabirol bezeichnet, bei dem dieser Satz im irtDÖ (ed. Asher
S. 126 Nr. 624) in etwas anderer Fassung vorkommt, so beweist diess
durchaus keine Abhängigkeit von Gabirol, da ihn dieser wie so viele
andere Sprüche sicherlich selbst ans der Quelle entlehnt hat, aus der er
zu Bachja gekommen.
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