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Wolf.
iS
wir in diesem sagengewirr näcli und nach festen grund und
boden. die art aber wie sie den französischen] Iwein (den
deutschen kennt sie nicht) abdrucken lässt ist haarsträubend.
Leben Sie wohl, mein verehrter freund, und behalten Sie
mich lieb.
Ihr treueigener
M. Haupt.
22.
Leipzig, 27 merz 1839.
In einigen tagen, mein verehrter und geliebter freund,
wird Ihnen einer meiner zuhörer eine empfehlung von mir
überbringen, lassen Sie sich durch jene zeilen nicht irre machen,
ich schrieb sie einige tage zuvor ehe ich Ihren brief und
hn von Karajans einschluss erhielt, haben Sie dank für Ihre
ausdauernde güte.
meines mitgefühles bei dem Verluste, 1 der Sie getroffen,
seien Sie versichert: es liegt mir nahe genug mich in gedanken
in solches leid zu versetzen, wenn Gott mich auch bis jetzt
damit verschont hat. möge Ihnen in den Ihrigen, die Ihnen
geblieben sind, trost und dauernde freude beschieden sein, ich
kann mich von dem gedanken nicht trennen, dass Sie vielleicht,
der erholung bedürftig, 1m von Karajan, auf den ich mich
recht freue, begleiten, das sollte mir eine wahre herzenslust
sein, ehe ich einmahl nach Wien kommen kann, dauert es wohl
lange und ich sehne mich danach Sie einmahl zu sehen. Ihr
hn Wiener lasst Euch von Euerer Kaiserstadt gar zu sehr einhegen.
Sie würden hier gewiss recht gute bekanntschaften
machen, noch mehr in Berlin.
An Brockhaus habe ich Ihre anfragen bestellt und er
wird Ihnen nun wohl geantwortet haben. Ihren aufsatz über
die altfr[anzösische] literatur 2 habe ich noch nicht gesehen,
3 Bände, die Vorrede des ersten Bandes ist jedoch vom Jahre 1838 datirt,
der Iwein steht im 1.'Bande. Haupt kannte damals nur den l.Theildes
1. Bandes, S. 1—160. Im 2. Tlieile bespricht Lady Guest auch die deutschen
Gedichte von Iwein, S. 227 f.
1 Im Februar 1839 starb Wolf’s Mutter.
2 ,Französische Philologie* im Conversations-Lexicon der Gegenwart.