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Wolf.
Zittau, 20. dec[ember] 1836.
Ich eile, theuerster freund, Ihren soeben erhaltenen brief
schleunig zu beantworten, schändlich ist es wie viele mühe ich
Ihnen mache, aber meines dankes sind Sie gewiss.
Zur herausgabe des französischen] Erec wären absehriften
(nicht collationen) aller hss. nöthig, wie mich
Lachmann in einem vor drei tagen erhaltenen briefe überzeugt
hat. daran darf ich aber nicht eher denken, bis ich einen Verleger
der die kosten trägt habe, was noch nicht der fall ist.
vor der band ist es mir also nur (wegen der emendation
des deutschen gedicktes) um eine (nicht mit andern hss.
collationierte) abschrift zu thun. 120 frfancs] dafür ist ein
mässiger preis. Haben Sie also die güte Michel zu schreiben,
er solle die güte haben für diesen preis eine sorgfältige abschrift
der ältesten und besten hs. (wenn nämlich die älteste
auch die beste ist; auf die beste und vollständigste
kommt es mir an) unter seiner aufsicht nehmen zu lassen,
zu ostern hätte ich sie gern, zugleich wäre es mir lieb zu
erfahren ob Michel an herausgabe des Erec ernstlich denkt,
ist dies nicht der fall, und ich finde einen gutwilligen Verleger,
so lässt sich ja später an weitere abschriften denken,
für jetzt bin ich mit einer abschrift (der besten hs.) zufrieden
und Michel (und wahrlich auch Ihnen, dem gütigen Vermittler)
dafür dankbar. kleiden Sie alles recht fein ein. ich denke
die (ganz wahr e) Versicherung dass an augenblicklichen
druck nicht zu denken ist, wird in Michels äugen alles anders
erscheinen lassen, so dass er meine ablehnung der gemeinschalt
nicht übel nimmt.
Freilich können Sie mit dem niedersächsischen Rausch
nach gutdünkon schalten, also auch ihn edieren, ich hoffe in
einigen wochen ihn für Sie zu erhalten.
Die auszüge aus dem wolfenbiittler mysterienmanuseript
mache ich natürlich selbst; 1) weil mir es eine wahre freude
ist für Sie doch einmahl etwas zu thun; 2) weil es hier sonst
niemand kann.