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Wolf.
Die wolfenbütteier mysterienhandschrift habe ich nun endlich
erhalten, es ist ein dicker band im grösten folio. haben
Sie also, liebster Wolf, freundlich geduld, wenn ich abschriften
und auszüge daraus nicht gleich schicke, ich sitze in vieler
arbeit, muss für Pertz 2 dresdener hss. des chronicon Urspergense
vergleichen, meinen Gratius endlich fertig machen u. s. w.
Nächstens erhalten Sie eine abschrift des
niederdeutschen Rausch.
Hoffmann ist von seiner holländischen Reise anfang November
heimgekehrt, mit erträglicher beute.
Ich lege 5 fl. CM. bei. Wenn sie nicht hinreichen, mit
dem was ich noch habe, die 6 fl. 20 kr. CM. zu decken, die
ich für die richtig erhaltenen liederabsehriften schuldig bin, so
schreiben Sie es mir ja. ich möchte zu dem briefe nicht gern
silbergeld packen.
Nächstens mehr; denn ich habe allerlei zu schreiben, heute
aber drängt die post.
Grüssen Sie Kopitar, dem ich in kurzem schreibe, und
Endlicher und Bergmann und bleiben Sie freundlich gesinnt
Ihrem
treu ergebenen
Haupt.
Verzeihen Sie mein eilfertiges
geschreibe
Schlusswort: am liebsten ist es mir, wenn ich bloss den
deutschen Erec ediere, ich kann es dann um so sorgfältiger.
[Besondere Beilage auf einem Blatt Papier.]
Mein brief, theuerster freund, ist in so faselhafter hast
geschrieben, dass es Sie gar nicht wundern wird hier noch ein
postscript zu tinden.
Woher kommt denn das spanische perro, canis, und das
von Frisch damit wohl mit recht verglichene französische Schimpfwort
peronelle?
meine hilfsmittel lassen mich im stiche. den herrlichen
Covarruvias 1 und den Menage - habe ich nicht.
1 Tesoro de la lengua castellana o espaiiola. Madr. 1611. Fol. u. Editio
aucta a Ben. ßemig. Noydens. Madrid. 1674. Fol.
2 Dietionnaire etymologique ou origines de la langue francjoise. Paris. 1694-Fol.
— Nouvelle edition, eorrigee par A. F. Janet. Paris. 1750. Fol. 2 Vol.