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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 77. Band, (Jahrgang 1874)

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Wolf.

noch  eine  bitte  habe  ich  auf  dem  herzen,  haben  Sie  und
Endlicher  nicht  noch  ein  exemplar  Ihres  bruder  Rausch  übrig’?
ein  hr  von  Below  in  Danzig^  der  solche  Sachen  eifrig-  sammelt,
und  für  den  Meusebach  intercediert,  würde  sehr  erfreut  sein,
wenn  ich  ihm  ein  exemplar  schicken  könnte,  er  hat  mir  neulich ­
  ein  altes  französisches]  liederbuch  unaufgefordert  raitgetheilt.
  Scheuen  Sie  sich  aber  ja  nicht,  meine  bitte  abzuschlagen,
wenn  Ihr  vorrath  an  exempll.  nur  noch  gering  ist.
Seinen  niederdeutschen  Rausch  wird  Meusebach  nächstens
schicken.
In  gröster  eile  und  mit  steter  treue
ganz  der  Ihrige
Haupt.
PS.  Möge  Ihnen  der  kalenberger  nicht  zuviel  porto  kosten;
Sie  wissen,  dass  ich  leider  nur  bis  an  die  gränze  frankieren  kann.
7.
Zittau,  23.  october  1835.
Schon  zu  anfang  dieses  monats  bin  ich  von  Berlin,  wo
ich  seit  mitte  august  zum  besuch  gewesen  war,  zurückgekehrt
und  habe  bei  meiner  zurückkunft  Ihre  beiden  briefe,  mein
theuerster  freund,  vorgefunden,  dass  ich  so  spät  antworte,
kommt  daher  dass  ich  herrn  von  Meusebachs  entschliessung
hinsichtlich  des  (richtig  angekommenen)  pfaffen  vom  kahlenberg
vorher  abwarten  wollte,  ich  habe  gleich  an  ihn  geschrieben;
da  er  nun,  nach  seiner  weise,  mit  der  antwort  zögert,  so  will
ich  nicht  länger  anstehen  Ihnen  einmahl  wieder  ein  lebenszeichen
  zu  geben.  Was  nun  den  kahlenberger  betrifft,  so  wird
es  gut  sein  wenn  Kuppitsch  herrn  von  Meusebach’s  erlaubnis
erwartet  ehe  er  drucken  lässt;  1  hat  aber,  wie  ich  fast  vermuthe,
  der  druck  schon  begonnen,  so  hoffe  ich  dass  Kuppitsch
wenigstens  so  viel  gefühl  für  Schicklichkeit  haben  wird,  an
Meuseb[ach]  ein  exemplar  seines  abdrucks,  und  zwar  auf  pergament,
  wenn  er  solche  exemplare  abziehen  lässt,  zu  senden.
1  Dieser  Wiederabdruck  des  Pfaffen  vom  Kalilenberge,  den  Kuppitsch  beabsichtigt ­
  hat,  ist  nicht  zu  Stande  gekommen.  Siehe  auch  Brief  8.
            
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