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Wolf.
noch eine bitte habe ich auf dem herzen, haben Sie und
Endlicher nicht noch ein exemplar Ihres bruder Rausch übrig’?
ein hr von Below in Danzig^ der solche Sachen eifrig- sammelt,
und für den Meusebach intercediert, würde sehr erfreut sein,
wenn ich ihm ein exemplar schicken könnte, er hat mir neulich
ein altes französisches] liederbuch unaufgefordert raitgetheilt.
Scheuen Sie sich aber ja nicht, meine bitte abzuschlagen,
wenn Ihr vorrath an exempll. nur noch gering ist.
Seinen niederdeutschen Rausch wird Meusebach nächstens
schicken.
In gröster eile und mit steter treue
ganz der Ihrige
Haupt.
PS. Möge Ihnen der kalenberger nicht zuviel porto kosten;
Sie wissen, dass ich leider nur bis an die gränze frankieren kann.
7.
Zittau, 23. october 1835.
Schon zu anfang dieses monats bin ich von Berlin, wo
ich seit mitte august zum besuch gewesen war, zurückgekehrt
und habe bei meiner zurückkunft Ihre beiden briefe, mein
theuerster freund, vorgefunden, dass ich so spät antworte,
kommt daher dass ich herrn von Meusebachs entschliessung
hinsichtlich des (richtig angekommenen) pfaffen vom kahlenberg
vorher abwarten wollte, ich habe gleich an ihn geschrieben;
da er nun, nach seiner weise, mit der antwort zögert, so will
ich nicht länger anstehen Ihnen einmahl wieder ein lebenszeichen
zu geben. Was nun den kahlenberger betrifft, so wird
es gut sein wenn Kuppitsch herrn von Meusebach’s erlaubnis
erwartet ehe er drucken lässt; 1 hat aber, wie ich fast vermuthe,
der druck schon begonnen, so hoffe ich dass Kuppitsch
wenigstens so viel gefühl für Schicklichkeit haben wird, an
Meuseb[ach] ein exemplar seines abdrucks, und zwar auf pergament,
wenn er solche exemplare abziehen lässt, zu senden.
1 Dieser Wiederabdruck des Pfaffen vom Kalilenberge, den Kuppitsch beabsichtigt
hat, ist nicht zu Stande gekommen. Siehe auch Brief 8.