Briefe von Hoffraann von Fallersleben uncl Moriz Haupt an Ferd. Wolf.
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An Meusebach habe ich wegen des Kahlenbergers 1 unverzüglich
geschrieben, aber noch hat er nicht geantwortet,
so wenig als über den Rausch oder meine chansons. Wie mir
seine Frau schreibt ist er gerade jetzt sehr mit amtsarbeiten
überhäuft.
Ich stecke jetzt bis über die obren im Gratias und den
wiener philologischen anecdotis; doch hält mich dies, wie Sie
sehen, nicht ab, lange und langweilige briefe zu schreiben.
Grüssen Sie Endlicher (dem ich nächstens etwas chinesisches
2 zur ansicht schicken werde) und Kopitar.
Meine altern empfehlen sich Ihnen angelegentlich. Und
nun, mein verehrter freund, leben Sie wohl, lassen Sie sich’s
in Steiermark recht wohl sein und gedenken Sie meiner
freundlich.
Getreu der Ihrigste
Haupt-Lusato-von Zittau.
Für die sehr belehrenden blätter des archivs 3 meinen
herzlichsten dank.
6.
Zittau, 20. jul[i] 1835.
So eben, mein verehrter freund, erhalte ich von hn von
Meusebach den Kahlenberger, den ich sogleich Ihnen zu senden
mich beeile, nur muss ich die bitte um möglichste besc.hleunigung
der benutzung beifügen, könnte der h[err] graf
von Auersperg die abschrift beeilen, so dass das original in
4 wochen wieder in meinen händen wäre, so würde mir dies
sehr lieb sein.
1 Es handelte sich um das Volksbuch von dem Pfaffen von Kahlenberge,
dessen Anastasius Grün (Graf Auersperg) zu seinem Gedichte ,Der Pfaff
vom Kahlenberg 1 , das aber erst 1850 erschien, bedurfte. Siehe übr. den
7. Brief, S. 128 Anm.
2 Vielleicht ist die früher erwähnte Recension des Schi-King gemeint.
3 Gemeint sind die ,Blätter für Lit., Kunst u. Kritik 1 (zur österr. Zeitschr.
für Geschieht.?- u. Staatskunde, hgg. von Kaltenbaeck) in denen gerade
damals mehrere Anzeigen meines Vaters erschienen waren. S. Mussafia,
1. c. S. 19 f. Die österr. Zeitschrift war die Fortsetzung des Horluayer’sehen
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