Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 77. Band, (Jahrgang 1874)

126

dem  gr[ossen]  mir  zu  schicken;  auch  was  Sie  etwa  sonst  noch
über  die  sage  beisteuern  können,  (den  Albericus  trium  fontium
  habe  ich.)
Ueberhaupt  wird  uns  alles  was  Sie  schicken  willkommen
sein,  schlimm  genug,  dass  im  zweiten  hefte  Ihr  name  nur
in  einem  citate  vorkommt.  Eine  analyse  des  Werks  von  la
Eue  wäre  sehr  erwünscht,  nur  würde  sie  entweder  nicht  über
2—3  bogen  füllen  dürfen,  oder  in  zwei  hefte  zerlegt  werden
müssen,  da  ein  ganzes  lieft  mit  einem  aufsatze  zu  füllen  nicht
rathsam  ist.  aber  sind  die  wiener  jahrbücher  nicht  ein  illustrer,
La  Rue’s  würdigerer  ort?  1
Ganz  besonders  erwünscht  wären  mir  kleine  notizen,  von
einigen  Zeilen  bis  zu  einigen  seiten,  dergleichen  würden  Ihnen
wenig  zeit  kosten  und  mir  sehr  willkommen  sein,  da  es  oft
mir  mehr  noth  macht  eine  halbe  Seite  schicklich  zu  füllen,  als
einen  ganzen  bogen.
Ihre  geschäftsüberladung  bedauere  ich  von  herzen,  auch
um  des  Beuves  willen,  den  müssen  sie  aber  auf  keinen  fall
aufgeben,  zumahl  da  Robert  den  Floires  &  Blanchefleur 2  weggenommen ­
  hat.  wird  denn  an  der  floresta  endlich  gedruckt?
Gott  gebe  es!  ich  freue  mich  freilich  auf  sie,  aber  eigentlich
bin  ich  ihr  doch  gram,  weil  das  mittelalter  dabei  zu  kurz
kommt.  Ilic  Rhodus,  hic  salta!  wahrlich,  es  tanzen  Ihnen
wenige  nach.  [
Für  die  horae  hispanicae  und  den  Conde  Lucanor 3  habe  ich
noch  keinen  Verleger  gefunden,  politische  dummheiten  u.  dg!.,
darnach  schnappen  unsere  buchhändler  und  Verleger.  Indessen
erscheinen  doch  anderwärts  gute  bücher,  Wackernagel’s  altdeutsches ­
  lesebuch  zum  beispiel.

1  F.  Wolf  hat  keine  Anzeige  über  das  bekannte  Werk  des  Abbe  de  la  Rue,
Essai  sur  les  Bardes  et  les  Trouväres  anglonormands.  Caen.  1834.  8°.
3  Vols.  geschrieben.
2  A.  C.  M.  Robert,  der  den  Partenopeus  de  Blois  herausgegeben  hat  (Paris.
1834.  8°.  2  Vol.  Der  auf  dem  Titel  als  Herausgeber  genannte  Crapelet
ist  nur  der  Verleger),  beschrieb  in  der  Einleitung  zu  dieser  Ausgabe  die
Hs.  1830  der  Pariser  Bibliothek,  welche  eine  unvollständige  Version  des
Romanz  de  Floire  et  de  Blanche  Flor  enthält;  die  von  ihm  beabsichtigte
Herausgabe  dieses  Gedichtes  ist  nicht  erschienen.
3  Siehe  den  1.  Brief  von  Haupt,  S.  111  Anm.  3.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.