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Wolf.
schon gedruckt sind. 1 Wenn Sie binnen 4 Wochen mir nocli
einige nachträge schicken, so können sie noch am ende des
ersten hefts nachträglich gedruckt wei’den; wo nicht, so kommen
sie ins zweite Heft. Für dieses schicken Sie uns ja auch
sonst noch etwas; ein auszug (nach Ihrer art bereichert) aus
Pluquets Contes populaires etc. 2 wäre uns höchst erfreulich.
Unsere blätter werden Ihnen behagen. In einer hs. der Leipziger
Universitätsbibliothek 3 bin ich so glücklich gewesen einige
sehr merkwürdige prosaische märchen zu entdecken. Sie sind
im 15. jh. niedergeschrieben und eins davon steht | in der
grimrn’schen Sammlung nur aus mündlicher Ueberlieferung. Ein
herrliches zeugniss (wenn es dessen bedürfte) für das alter
unserer märchen.
Michels 4 Thätigkeit ist höchst erfreulich. Besser wäre
es aber noch, wenn er weniger und recht kritisch und genau
gäbe. Deswegen ist mein wünsch, meine bitte und ermahnung,
dass Sie, ohne auf Paris 5 (der ja die altfranz[ösischen] gedichte
auch nicht gepachtet hat), rücksicht zu nehmen, den Beuves
de Hantone 0 herausgeben. ,Befähigter' sind Sie ohne allen
Zweifel als er; was für schöne erläuterungen (wie Jakob zum
Reinhart und Willi. Grimm zum Freidank) könnten Sie geben!
Sie sollen und müssen den Franzosen zeigen, wie alte gedichte
herauszugeben sind. Die hs. des Flos und Blankflos, 7 die
Uhland abgeschrieben hat, leider ohne die nnmmer beizufügen,
1 Gemeint sind die ,Nachträge zu F. Wolfs Schrift über die Leistungen der
Franzosen für die Herausgabe ihrer Nationalheldengedichte'. Altdeutsche
Blätter. Band I. S. lö—29.
2 Pluequet, Fred., Contes populaires, prejuges, patois etc. de l’arrondissement
de Bayeux. Rouen. 1834. 81 Eine Anzeige von Wolf über Plucquet
ist nicht erschienen.
3 Nr. 1279 der Leipziger Universitätsbibliothek. Abgedruckt sind die
Märchen im 1. Bande der Altdeutschen Blätter, S. 113—163.
4 Francisque Michel ist natürlich gemeint.
5 Pa ul in Paris.
0 Wolf hat jedoch diesen Wunsch Haupt’s nicht erfüllt.
7 Siehe den 1. Brief von Hoffinann an Wolf. Paulin Paris beschrieb eine
Handschrift von Flos et Blankflos im Roniancero framjais p. 65. Die
Hs., welche Uhland abschrieb, ist Nr. 6987 der Pariser Bibliothek; nach
dieser Abschrift hat Imm. Bekker den Roman heransgegeben. (Abhandlungen
der Aknd. d. Wiss. zu Berlin. Aus dem J. 1844.)