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Wolf.
Die Geschichte des Kirchenliedes nimmt mich sehr in
Anspruch. Ehe ich meine Arbeit abschliesse, will ich mich
an alle Freunde wenden, von denen ich Interesse dafür erwarten
darf. Und so ergeht denn auch meine Bitte an Sie.
Haben Sie irgend Berichtigungen und Zusätze •— und nach
Ihren Studien über die Lais darf ich welche voraussetzen —
so theilen Sie mir selbige bald mit. Bitten Sie auch Herrn
von Karajan, der ja gern gefällig ist, und Herrn Weinhold,
mich mit Ihren Beiträgen zu unterstützen.
Leben Sie nun recht wohl und schreiben Sie recht bald
Ihrem H v F.
II.
Briefe von Moriz Haupt.
1.
Zittau, 3. December 1834.
Von Berlin zurückgekehrt eile ich mein Stillschweigen zu
brechen und Ihnen, mein verehrter freund, über die besorgung
Ihrer aufträge nachricht zu geben.
Lachmann dankt Ihnen freundlich für Ihr geschenk 1 und
lässt Sie bitten, sich wegen des herrn von Nagler gehörigen
prosaromans von Beuves de Hantonne an ihn zu wenden,
sobald er von Ihnen einen brief erhalten hat, auf den er sich
berufen kann, wird er den druck sich von herrn von Nagler
leihen und unter seiner aufsicht für Sie sorgfältig abschreiben
lassen, dieses freundliche anerbieten mag Ihnen zeigen, dass
Lachmann (gewiss ein strenger richter literarischer leistungen)
den werth Ihrer arbeiten vollkommen anerkennt.
An Agatlion Benary habe ich Ihr geschenk befördert;
gleich, nachdem ich von Wien heimgekehrt, auch an Wachs-1
Höchst, wahrscheinlich ist hier so wie noch wiederholt in diesem Briefe
Wolfs Buch ,Ueber die neuesten Leistungen der Franzosen' etc. gemeint.