Beiträge zur Literatur der deutschen Mystiker.
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her abe, vnd wer dor vnder icht dor zu komen mak, das lier der tiere ichtes
abe gesneiden mak ader gehawen, ader eyn hör dor ous gezien mak dem
wolfe ader ous der andern tiere eynes (!), der nympt daz ouf sein houpt und
kompt erberlichen kein Rome, vnd wenne denne di tiere aller gevellet sein
vnd geteilet sein, so lesset man den anderen karren louffen, vnd also lesset
man io eynen karren noch dem andern louffen. vnd wen denne di tiere gar
gevellet werden vnd dise dink aller gescheen sint vnd das dise habe aller
vornicket vnd geteilet wirt, so sint denne vil iungelynge, di sich geteilet
haben vnd gecleidet und ouch ere (1. ire) pherde, di dö zu disem spyle reiten,
vnd di alle zien von in ire cleider vnd werfen sie von in vnder das gemeine
volk, sö si aller verrest mögen, vnd di bufen di reissen dy cleider vnd di
decken von den rossen, vnd weme der cleider eyn pflacke werden mak, der
hot dö von grosse ere. vnd ouch furen sy seydyne banyr in iren henden,
di werfferi si ouch vnder daz volk. vnd wen dis zu möle (90 d ) also gesehen
ist, sö begynnen di alden Römer zu reiten in di stat, vnd das gemeine volk
beginnet sich zu werffen vnder enander mit steynen. Aber die pilgerym vnd
di frawen, den tut man nicht, aber wer den andern worffe dorch neides
willen ader von hasse ader in slöge der hette leip vnd gut vorlorn, vnd den
sulde man sleiffen zu Rome dorch alle gassen.
Die zweite Eigenheit des Verfassers ist sein Widerwille
gegen die Pfaffen. Einige Stellen dafür linden sich auch in
der Auswahl Hermanns:
1. In der Rede über die h. Barbara S. 14, Z. 1:
,aiso tun alle (li di werltliche wise vnd werltliche bilde vnd werltliche
wort und sorge der werlde furen in ein geistlich leben, und dise sint zumäle
böse. Aber di dä geistlichen sehin tragen und ein geistlich herze, daz ist
reht geistlich leben.“
2. In der Rede über die dritte weihnachtliche Messe
S. 33, Z. 37 redet er von ,ungelerten Pfaffen“. In derselben
Rede S. 34, Z. 4 heisst es:
,iz sint eteliche mutwillige lute under pfaffen .und under leigen, di
al zu sere büwen üf iren eigenen sin.“
3. S. 49, Z. 11 erklärt er das Evangelium zum zwölften
Tag und da schreibt er: „Under Herodes“. Daz düte ich nu als eine
geistliche gewalt“. Wie er nun den König Herodes oder die ,geistliche
gewalt“ genommen wissen will, sagt er in derselben Rede
S. oO, Z. 25: ,daz Herodes dez kindes vient wäre gewest . . .“ Z. 27:
,Herödes bete sorge das sich das kint verborgen hete . . .“ Z. 29: ,Herödes
was ein höchvertig man . . .“
Diese Stellen befinden sich mit Ausnahme der ersten alle
auch an den treffenden Orten in der Hs. Das Evangelium der
ersten weihnächtlichen Messe bei Hermann ist: ,dö Mariä, Jesu
muter was gemälet, Jösepe“. Matth. I. 18. In der IIs. 2845 ist es
aber: ,Eyn keyserlich gebot gynk ous von dem keiser Octauiano' Lucas II. 1.