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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 76. Band, (Jahrgang 1874)

Beiträge  zur  Literatur  der  deutschen  Mystiker.

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her  abe,  vnd  wer  dor  vnder  icht  dor  zu  komen  mak,  das  lier  der  tiere  ichtes
abe  gesneiden  mak  ader  gehawen,  ader  eyn  hör  dor  ous  gezien  mak  dem
wolfe  ader  ous  der  andern  tiere  eynes  (!),  der  nympt  daz  ouf  sein  houpt  und
kompt  erberlichen  kein  Rome,  vnd  wenne  denne  di  tiere  aller  gevellet  sein
vnd  geteilet  sein,  so  lesset  man  den  anderen  karren  louffen,  vnd  also  lesset
man  io  eynen  karren  noch  dem  andern  louffen.  vnd  wen  denne  di  tiere  gar
gevellet  werden  vnd  dise  dink  aller  gescheen  sint  vnd  das  dise  habe  aller
vornicket  vnd  geteilet  wirt,  so  sint  denne  vil  iungelynge,  di  sich  geteilet
haben  vnd  gecleidet  und  ouch  ere  (1.  ire)  pherde,  di  dö  zu  disem  spyle  reiten,
vnd  di  alle  zien  von  in  ire  cleider  vnd  werfen  sie  von  in  vnder  das  gemeine
volk,  sö  si  aller  verrest  mögen,  vnd  di  bufen  di  reissen  dy  cleider  vnd  di
decken  von  den  rossen,  vnd  weme  der  cleider  eyn  pflacke  werden  mak,  der
hot  dö  von  grosse  ere.  vnd  ouch  furen  sy  seydyne  banyr  in  iren  henden,
di  werfferi  si  ouch  vnder  daz  volk.  vnd  wen  dis  zu  möle  (90 d )  also  gesehen
ist,  sö  begynnen  di  alden  Römer  zu  reiten  in  di  stat,  vnd  das  gemeine  volk
beginnet  sich  zu  werffen  vnder  enander  mit  steynen.  Aber  die  pilgerym  vnd
di  frawen,  den  tut  man  nicht,  aber  wer  den  andern  worffe  dorch  neides
willen  ader  von  hasse  ader  in  slöge  der  hette  leip  vnd  gut  vorlorn,  vnd  den
sulde  man  sleiffen  zu  Rome  dorch  alle  gassen.
Die  zweite  Eigenheit  des  Verfassers  ist  sein  Widerwille
gegen  die  Pfaffen.  Einige  Stellen  dafür  linden  sich  auch  in
der  Auswahl  Hermanns:
1.  In  der  Rede  über  die  h.  Barbara  S.  14,  Z.  1:

,aiso  tun  alle  (li  di  werltliche  wise  vnd  werltliche  bilde  vnd  werltliche
wort  und  sorge  der  werlde  furen  in  ein  geistlich  leben,  und  dise  sint  zumäle
böse.  Aber  di  dä  geistlichen  sehin  tragen  und  ein  geistlich  herze,  daz  ist
reht  geistlich  leben.“
2.  In  der  Rede  über  die  dritte  weihnachtliche  Messe
S.  33,  Z.  37  redet  er  von  ,ungelerten  Pfaffen“.  In  derselben
Rede  S.  34,  Z.  4  heisst  es:
,iz  sint  eteliche  mutwillige  lute  under  pfaffen  .und  under  leigen,  di
al  zu  sere  büwen  üf  iren  eigenen  sin.“
3.  S.  49,  Z.  11  erklärt  er  das  Evangelium  zum  zwölften
Tag  und  da  schreibt  er:  „Under  Herodes“.  Daz  düte  ich  nu  als  eine
geistliche  gewalt“.  Wie  er  nun  den  König  Herodes  oder  die  ,geistliche ­
  gewalt“  genommen  wissen  will,  sagt  er  in  derselben  Rede
S.  oO,  Z.  25:  ,daz  Herodes  dez  kindes  vient  wäre  gewest  .  .  .“  Z.  27:
,Herödes  bete  sorge  das  sich  das  kint  verborgen  hete  .  .  .“  Z.  29:  ,Herödes

was  ein  höchvertig  man  .  .  .“
Diese  Stellen  befinden  sich  mit  Ausnahme  der  ersten  alle
auch  an  den  treffenden  Orten  in  der  Hs.  Das  Evangelium  der
ersten  weihnächtlichen  Messe  bei  Hermann  ist:  ,dö  Mariä,  Jesu
muter  was  gemälet,  Jösepe“.  Matth.  I.  18.  In  der  IIs.  2845  ist  es
aber:  ,Eyn  keyserlich  gebot  gynk  ous  von  dem  keiser  Octauiano'  Lucas  II.  1.
            
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