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Haupt.
beseme sullen dreierlei rutten haben. Di ersten sint: eyne wöre rewe vn
bitterkeit vmme di snnde, Di andern: loutere beichte, Di dritten: volkomene
busse vn willen hän der svnden nymine zu tvne. Zum andern möle so sal
her sein hous schone ziren mit manechveldigen togvnden vn guten werken:
Also mit schöner demutikeit, gedolt vn reinekeit etc. Zum dritten möle sal
her dem Herren bereiten eyne lostlieke speise, Das ist eyne susse andöchte
vn eyn ynneges gebete vn lypllche hymelische betrachtunge, dis sint alles
gerichte, di gote gar lostlich sint. Älsö sulle wir vnser houser kegen ym
bereiten, vn in bitten vn di konygynne Maria vmme genäde zu reden un zu
hören etc.
Am ersten svntag im adefent (roth).
Man begeet houte den ersten svntalc in dem (27‘) adefent. wen ir sult wissen
das alle wege vir ^untage sint vor dem cristes tage, vn di bezeichen vier
• zukunfte unsers herren. Der erste suntak bezeichent di erste zulcunft, das
vnser herre quam vn geborn wart mensche in dise werlt von der konigynne,
vii dor vmme fröget man, wor vmme der herre nicht wolde geborn werden in
deine svmmer. Das ist dor vmme, das her vns eyn bilde gegeben höt, das
her in leiden körnen sei in dise werlt, vn meint ouch, das man den armen
menschen denne gütlichen tuen sulle, wen sie gemenlichen nymmer in dem
iäre so nötik sint also vmme di zeit. Sante Bernhart spricht, das man das
leint sulle heissen also: hercze libes kint, .vn sol is heissen das libe leint das
gotes son ist. Der ander suntak ist bezeichent dö bei, das got geistlich
leompt in di ynnege seien. Also spricht saut Bernhart: ,liber herre, wi lostik
ist denne (1. deine) zulcunft der sele vn wi fridelich ist deyne vmmeföunge,
vn wi peynlichen vn iamerlichen ist dein abesekeiden!' vnd dor vmme list
man in der veter buche, das eyn altvater sas auf seinem bette in dem slöfhouse,
vn begerte von ganzem herzen, das her dis libe kyndelyn seen
mochte, das dö also nu zukunftik ist. Dö quam vnser libe frawe vnd bröchte
ir libes kynt an irem arme vnd sprach zu ym: ,Nü nym .das kynt, wenne
du sein genzlichen begert kost, aber ich wil is dir nicht lange lassen.' Dö
nam der (27 b ) bruder das libe kyndelein an seine arme vnd halste is vnd
koste is vii drukte is an sein herze vnd sprach: ,du herzen libes kint, das
dorch meinen willen geborn ist worden in dise werlt!' vnd dor noch nicht
lank, dö hiscli vnse frawe ir kint wider, vnd der monech wolde is ir nicht
gerne wider geben, vnd vnse frawe begreif ir kynt vnd zöeli is zu ir, vii
der monech zöch is ouch wider zu ym, vnd rif mit louter styinme seinen
brudern vii sprach: ,helft mir! helft mir! andres si nympt mir das leint.' Daz
furen di bruder auf vnd warten, was ym were, vnd wöneten her were rösende
worden. Vnd dö funden si den moneche sere betrübet vmme das her sein
kint hatte vorloren, Vnd dö sagete her in, wi her is an seinem arme gehabt
hette. Der dritte suntak bezeichent, das unser herre selber körnen
wolde zu dem letzten ende unser liben frawen, also sie von hynuen scheiden
scheiden (!) solde, vnd noch kvmpt zu maneches fromen menschen ende,
also sant Augustius spricht von vnser frawen, das vnser herre mit seynen
engel dö were, vnd spricht di sclirift, das vnser herre were bei dem ende
seyner liben wirtynne Marthan, dö di sterben solde, mit seinen liben apostelen
vnd sprach zu ir: ,Mine libe wirtynne! leom nü ! wen du höst mich gar offte