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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 76. Band, (Jahrgang 1874)

William  Roye’s  Dialogue  between  a  Christian  Father  and  his  stubhorn  Son.  419

,Geuen  at  London  in  the  yeare  of  our  Lord.  M.  D.  and  L.
The  xx.  daye  of  Januarye'  (das  ist  20.  Jänner  1551,  da  bekanntlich ­
  damals  das  neue  Jahr  erst  mit  dem  März  begann).
Interessant  sind  folgende  Stellen  der  Widmung:  ...  I  thought
it  conueniente  that  I  (chaunseinge  vpon  this  litle  boke,  and
entendinge  to  set  it  forth  to  be  reade  of  all  men,  .  .  .)  should
dedicate  the  same  to  your  grace  .  .  .
.  .  .  The  author  of  the  boke  I  know  not.  Only  this  I
finde  (vielleicht  aus  Roy’s  Widmungsschrift,  die  er  dann
unterdrückt  hätte)  that  it  was  fyrste  written  in  the  ducke  tong,
and  then  translated  into  latine.  But  whoso  he  were  that  first
wrote  it,  or  that  translated  it  into  latine:  certain  I  am  that  it
is  ryght  Godly,  .  .  .
I  would  wyshe  therfore,  that  al  men,  women,  and
chyldren  woult  read  it.  Not  as  they  haue  bene  here  tofore
accustomed  to  read  the  famed  storyes  of  Robinhode  Clem  of
the  cloughe,  wyth  suche  lyke  to  passe  the  tyme  wythal  .  .  .
Das  Exemplar  des  British  Museum,  welches  Arber  in
seinem  Briefe  an  mich  beschrieben  hat,  wurde  im  Jahre  1849
von  dieser  Bibliothek  angekauft  und  ist  in  dem  Cataloge
des  Brit.  Mus.  unter  dem  Schlagworte  ,Jesus  Christ 1  eingetragen. ­

Durch  die  Entdeckung  dieses  Druckes  von  Lynne  ist  es
nun  fast  unzweifelhaft,  dass  ein  Exemplar  des  Dialoge  von
Roy  nach  England  gekommen  ist  und  der  Vernichtung  entging; ­
  man  möchte  zu  der  Annahme  geneigt  sein,  dass  bei
demselben  die  Widmungsschrift  Roy’s  gefehlt  habe,  wenn
nicht  die  oben  angeführte  Stelle,  in  welcher  Lynne  sich  über
die  Herkunft  des  Buches  äu^sert,  auf  seine  Bekanntschaft
mit  Roy’s  Widmung  hinzuweisen  schiene.  Ein  religiöser  oder
politischer  Grund  zur  Unterdrückung  dieser  Widmung  und
zur  Verschweigung  des  Namens  Roy’s  konnte  unter  der  protestantischen ­
  Regierung  Eduard  VI.  nicht  wohl  vorhanden  sein.
Jedenfalls  geht  aber  aus  dem  Umstande,  dass  Lynne  nach
nur  wenig  'mehr  als  20  Jahren  seit  dem  Erscheinen  von  Roye’s
Dialoge  es  wagen  konnte,  denselben  ohne  Nennung  des  englischen ­
  Uebersetzers  entweder  ganz  oder  theilweise  wieder  abzudrucken, ­
  hervor,  dass  Roy’s  Uebersetzung  zu  jener  Zeit  in
England  selbst  unter  den  eifrigen  Protestanten  schon  ganz
            
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