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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 76. Band, (Jahrgang 1874)

William  Roye’s  Dialogue  between  a  Christian  Fat  her  and  his  stubborn  Son.  41  f)

Blatt  21“  kommt  Roy  auf  das  Abendmahls  -  Sacrament  zu
sprechen;  dasselbe  ist  blos  ein  Erinnerungszeichen  ,this  shulde
be  but  a  remembraunce  howe  that  Christ  frely  geve  his  boddy
and  bloudde  for  the  redempcion  of  as  many  as  god  his  father
from  the  begynnynge  of  the  worlde  had  predestinate  to  become
  partakers  of  his  sonnes  bloudde'  und  etwas  weiter  unten
bekämpft  er  entschieden  die  Behauptung,  dass  Christus  seinen
wirklichen  Leib  und  sein  Blut  seinen  Anhängern  zum  Genüsse
gegeben  oder  dieselben  unter  den  Gestalten  des  Brotes  und
Weines  verborgen  habe.  ,Son.  He  gave  not  then  at  his  last
sopper  his  materiall  boddy  and  bloudde  vnto  theym  to  be
eaten  corporally,  not  yet  hid  it  vnder  breade  nor  vnder  wyne.
Father.  In  no  wyse'  etc.  (Blatt  21 b .)
Wie  man  sieht,  tritt  Roy  oder  vielmehr  der  Verfasser
des  Werkes  sowohl  gegen  die  katholische  Lehre  von  der
Wandlung  als  gegen  die  lutherische  Ansicht  von  der  Consubstantiation
  auf.  ,And  after  the  wordes  were  spoken  the  bred
which  he  toke  and  blist,  remayned  breade,  and  wyne,  wyne.
as  the  lorde  hym  silfe  testifieth  in  the  gospell'  etc.  (Fol  21 b ).
(Dazu  wird  angeführt  die  Bibelstelle  Luc.  xxij.)  Wir  haben
absichtlich  bei  diesem  Punkte  etwas  länger  verweilt,  da
gerade  die  Lehre  vom  Abendmahle  die  Anhänger  Zwingli’s
von  denen  Luther’s  trennte  und  sich  der  unbekannte  Verfasser
des  Lyttle  Treatous  hier  als  einen  Anhänger  des  ersteren  zu
erkennen  gibt.  Die  polemische  Besprechung  der  Lehre  vom
Abendmahle  dauert  bis  Blatt  25 b .  Die  Anrufung  der  Heiligen
ist  nicht  nothwendig.  (Blatt  28\)  Christus  ist  das  einzige
Haupt  der  Kirche.  Auf  Blatt  32“  kommen  die  Sacramente  an
die  Reihe.  ,Christen  men  vse  theym  as  they  are  indede,  for  tokens
  of  spretuall  thynges,  and  that  to  forther  dedes  of  love
and  charite  between  theym  selves  and  vnto  all  men.'  Die
Taufe  der  Neugeborenen  wird  vertheidigt.  Ueber  den  Gebrauch
der  Sacramente,  namentlich  des  Altarssacramentes.  (Blatt  36 b  ff.)
Auf  Blatt  43 b  folgt  eine  Lehre,  wie  der  Christ  sein  Leben  anordnen ­
  solle  und  44 b  beginnt  die  Erklärung  des  Vaterunsers,
an  die  sich  45 b  eine  Anweisung  über  die  richtige  Art  und
Weise  des  Gebetes  anschliesst.  Blatt  47*  über  die  Eintheilung
des  täglichen  Lebens  eines  christlichen  Jünglings.  Anempfeh-
            
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