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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 76. Band, (Jahrgang 1874)

William  Roye's  Dialogue  between  a  Christian  Father  and  his  stubborn  Son.  4:13

-Tonstall  im  October  1526  bei  St.  Pauls  Cross  in  London.
Dann  folgt  die  von  uns  schon  oben  (S.  395  f.)  angeführte  Stelle,
in  der  sich  Roy  gegen  die  fälschliche  Anschuldigung,  dass
sein  Vater  kein  Schweinefleisch  essen  wollte,  vertheidigt.  Es
betrübe  aber  sein  Herz  sehr,  fährt  er  fort,  zu  sehen,  dass  der
Preis  des  kostbaren  Blutes  Christi  so  verächtlich  von  unreinen
Schweinen  unter  die  Fiisse  getreten,  und  seine  heilsame  Lehre
durch  das  Heulen  und  Bellen  solcher  grausamer  und  schändlicher ­
  Hunde  verboten  werde.  Ihre  grausame  Tyrannei  habe
sein  Herz  entzündet  und  seinem  Geiste  Muth  eingeflösst,  sich
an  die  Uebersetzung  der  heiligen  Schrift  zu  machen.  So  habe
er  einige  Bücher  des  Alten  Testamentes  schon  zum  Theile
übersetzt,  die  mit  Gottes  Hilfe  binnen  Kurzem  an  das  Licht
gebracht  werden  sollen.  Dann  folgt  die  Stelle,  in  der  Roy  berichtet, ­
  wie  ihm,  da  er  darüber  nachgesonnen  habe,  eine  kleine
Abhandlung  für  den  gemeinen  Mann  zu  schreiben,  die  ihn
fähiger  machen  sollte,  die  tiefen  Geheimnisse  und  grossen  Urtheile
  Gottes,  die  in  dem  Alten  Testamente  und  in  den  Propheten ­
  enthalten  sind,  zu  verstehen,  dieses  kleine  Werk  in  die
Hände  gefallen  sei.  (S.  nun  die  oben  S.  410  f.  mitgetheilten
Worte  Roy’s.)  Dieses  Buch  erkläre,  was  der  Glaube  an  Gott
und  die  Liebe  gegen  die  Nächsten  sei,  und  das  so  deutlich
ohne  alle  papistische  Sophistik  und  Täuschung,  dass  selbst
Kinder  von  sieben  Jahren  Dinge  einsehen,  die  noch  vor  einiger
Zeit  bejahrte  Männer  nicht  zu  begreifen  im  Stande  waren,  als
da  sind  die  Macht,  Güte  und  Gnade  Gottes,  und  den  Gang
seiner  Werke  u.  s.  w.  So  habe  er  sich  denn  entschlossen,
zuerst  den  Männern  von  Calais  und  dann  allen  seinen  andern
Landsleuten  diesen  kostbaren  Schatz  darzureichen,  und  erbitte ­
  und  ermahne  Alle  (,I  also  require  and  exhorte  the  commen
  people'),  dass  sie  dieses  Buch  nicht  lesen  mögen,  wie  sie
dies  mit  ,vayne  storys  or  fables 1  zu  thun  gewohnt  sind.  Die
Früchte  würden  grösser  sein,  als  der  Beginn  zu  versprechen
scheine,  denn  das  Wort  Gottes  dringe,  wenn  es  aufmerksam
und  reiflich  überdacht  werde,  durch  seine  Inspiration  in  das
Herz  ein.  Es  würde,  daher  ohne  Zweifel  den  Lesern  grosse
Frucht  und  grossen  Nutzen  bringen,  wenn  sie  an  gewissen
dazu  festgesetzten  Stunden  mit  ihrer  Familie  und  namentlich
mit  ihren  Kindern  den  Inhalt  dieses  Buches  besprechen  und
            
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