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Wolf.
Nur eine, aber keineswegs sicher verbürgte Nachricht ist
nocli über sein frühzeitiges, gewaltsames Ende auf uns gekommen.
Sir Thomas More, bekanntlich ein eifriger Katholik
und heftiger Gegner der protestantischen Bewegung in England,
bekämpft in der Preface zu seiner Confutacyon of Tyn-Nr.
3132. 23. Mai 1527. (Brit. Mus.) Brief Hackett’s an Wolsey
aus Barow. Einige Antwerpener Drucker haben auf den Markt verschiedene
englische Bücher gebracht, die den Titel: ,Ny[we] Testament*
führten. Er habe gehört, dass auf den letzten Markt in Frankfurt a. M.
mehr als 2000 ketzerische englische Bücher gebracht wurden und dass
einige englische Schüler Luther’s die Bibel in’s Englische zu übersetzen
beginnen. Der König oder Wolsey würden gut thun, deswegen an
die Statthalterin der Niederlande zu schreiben.
Nr. 3960. 24. Febr. 1528. (Brit. Mus.) Robert Ridley, Priester,
an Henry Gold. Er tadelt strenge ,this common and vulgär translation
of the New Testament into English, done by Mr. William Hitchyns,
otherwise called Mr. W. Tyndale and Friar William Roy‘ und klagt
diese Uebersetzer als Ketzer und Apostaten an, wie dies ihr vertrauter
Umgang mit Luther und seinen Anhängern und ihre Commentare zu
Marcus und Matthäus beweisen. Es ist seltsam, dass von Seite der Gegner
Tyndale und Roy wiederholt der vertraute Umgang mit Luther vorgeworfen
wird, während bis jetzt noch kein sicheres Zeugniss dafür vorliegt,
dass Tyndale und Luther sich persönlich gekannt haben; von Roy
ist es auch nicht erwiesen, dass er in Wittenberg studirte. Auch das
Zeugniss von Buschius (s. Spalatin’s Diarium bei Schelborn, Amoenitates,
Vol. IV. p. 431 f.) beweist nicht die persönliche Bekanntschaft
Luther’s und Tyndale’s.
Nr. 4260. 14. Mai 1528. (Strype, Mem. I. 488.) Die Anklage-Artikel
wegen Ketzerei gegen Humfrey Munmouthe. (S. oben S. 397).
Nr. 4693. 2. Sept. 1528. (Brit. Mus.) Brief von John West an
John Hackett. (S. oben S. 399).
Nr. 4810. 4. Oct. 1528. (Brit. Mus.) Brief von Herrn. Rinck an
Wolsey. Leider scheinen die Auszüge, die in dem Cal. of State Pap. von
den einzelnen Urkunden mitgetheilt werden, nicht immer ganz zuverlässig
zu sein; so heisst es in dem Auszuge, der aus dem mehrerwähnten
wichtigen Schreiben Rinck’s mitgetheilt wird: ,Will use all bis
power to get possession of heretical books. Went to the fair at Frankfort,
armed with mandates froin the Pope and the Emperor and compelled
John Sckott to confesse that he had yrinted in EuijlLsk, German,
Fvench and other languages 1000 books of six quires* etc., während diese
Stelle bei Arber (Facs. Texts, p. 35), der den Brief in extenso mittheilt,
folgendermassen lautet: ,Hoc itaque modo, regiae gratiae et vestrae
omnibusque tum religiosis tum saeeularibus subditis Anglici regni in
salutem et commodum quantum potui divino opitulamine et iuxta vestrae
gratiae mandatum, haereticorum libros inquisivi neque labori neque