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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 76. Band, (Jahrgang 1874)

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Wolf.

Nur  eine,  aber  keineswegs  sicher  verbürgte  Nachricht  ist
nocli  über  sein  frühzeitiges,  gewaltsames  Ende  auf  uns  gekommen. ­
  Sir  Thomas  More,  bekanntlich  ein  eifriger  Katholik
und  heftiger  Gegner  der  protestantischen  Bewegung  in  England, ­
  bekämpft  in  der  Preface  zu  seiner  Confutacyon  of  Tyn-Nr.
  3132.  23.  Mai  1527.  (Brit.  Mus.)  Brief  Hackett’s  an  Wolsey
aus  Barow.  Einige  Antwerpener  Drucker  haben  auf  den  Markt  verschiedene ­
  englische  Bücher  gebracht,  die  den  Titel:  ,Ny[we]  Testament*
führten.  Er  habe  gehört,  dass  auf  den  letzten  Markt  in  Frankfurt  a.  M.
mehr  als  2000  ketzerische  englische  Bücher  gebracht  wurden  und  dass
einige  englische  Schüler  Luther’s  die  Bibel  in’s  Englische  zu  übersetzen ­
  beginnen.  Der  König  oder  Wolsey  würden  gut  thun,  deswegen  an
die  Statthalterin  der  Niederlande  zu  schreiben.
Nr.  3960.  24.  Febr.  1528.  (Brit.  Mus.)  Robert  Ridley,  Priester,
an  Henry  Gold.  Er  tadelt  strenge  ,this  common  and  vulgär  translation
of  the  New  Testament  into  English,  done  by  Mr.  William  Hitchyns,
otherwise  called  Mr.  W.  Tyndale  and  Friar  William  Roy‘  und  klagt
diese  Uebersetzer  als  Ketzer  und  Apostaten  an,  wie  dies  ihr  vertrauter
Umgang  mit  Luther  und  seinen  Anhängern  und  ihre  Commentare  zu
Marcus  und  Matthäus  beweisen.  Es  ist  seltsam,  dass  von  Seite  der  Gegner
Tyndale  und  Roy  wiederholt  der  vertraute  Umgang  mit  Luther  vorgeworfen ­
  wird,  während  bis  jetzt  noch  kein  sicheres  Zeugniss  dafür  vorliegt, ­
  dass  Tyndale  und  Luther  sich  persönlich  gekannt  haben;  von  Roy
ist  es  auch  nicht  erwiesen,  dass  er  in  Wittenberg  studirte.  Auch  das
Zeugniss  von  Buschius  (s.  Spalatin’s  Diarium  bei  Schelborn,  Amoenitates,
  Vol.  IV.  p.  431  f.)  beweist  nicht  die  persönliche  Bekanntschaft
Luther’s  und  Tyndale’s.
Nr.  4260.  14.  Mai  1528.  (Strype,  Mem.  I.  488.)  Die  Anklage-Artikel
  wegen  Ketzerei  gegen  Humfrey  Munmouthe.  (S.  oben  S.  397).
Nr.  4693.  2.  Sept.  1528.  (Brit.  Mus.)  Brief  von  John  West  an
John  Hackett.  (S.  oben  S.  399).
Nr.  4810.  4.  Oct.  1528.  (Brit.  Mus.)  Brief  von  Herrn.  Rinck  an
Wolsey.  Leider  scheinen  die  Auszüge,  die  in  dem  Cal.  of  State  Pap.  von
den  einzelnen  Urkunden  mitgetheilt  werden,  nicht  immer  ganz  zuverlässig ­
  zu  sein;  so  heisst  es  in  dem  Auszuge,  der  aus  dem  mehrerwähnten ­
  wichtigen  Schreiben  Rinck’s  mitgetheilt  wird:  ,Will  use  all  bis
power  to  get  possession  of  heretical  books.  Went  to  the  fair  at  Frankfort, ­
  armed  with  mandates  froin  the  Pope  and  the  Emperor  and  compelled
  John  Sckott  to  confesse  that  he  had  yrinted  in  EuijlLsk,  German,
Fvench  and  other  languages  1000  books  of  six  quires*  etc.,  während  diese
Stelle  bei  Arber  (Facs.  Texts,  p.  35),  der  den  Brief  in  extenso  mittheilt,
folgendermassen  lautet:  ,Hoc  itaque  modo,  regiae  gratiae  et  vestrae
omnibusque  tum  religiosis  tum  saeeularibus  subditis  Anglici  regni  in
salutem  et  commodum  quantum  potui  divino  opitulamine  et  iuxta  vestrae
gratiae  mandatum,  haereticorum  libros  inquisivi  neque  labori  neque
            
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