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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 76. Band, (Jahrgang 1874)

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Wolf.

Roy’s  gegen  Wolsey:  ,Rede  me  and  be  nott  wrothe  |  For  I  saye
no  thinge  but  trothe.|‘  (wiederabgedruckt  von  Edw.  Arber.
London,  1871)  enthielt, 1  aufgefunden  wurde.  Die  Bedeutung
dieser  bisher  für  verschollen  gehaltenen  Schrift  für  die  Geschichte ­
  der  protestantischen  Bewegung  in  England  geht  schon
aus  dem  Umstande  hervor,  dass  sie  in  den  von  dem  Erzbischöfe ­
  von  Canterbury  erlassenen  Verboten  ketzerischer
Bücher  stets  unter  den  ersten  genannt  wird 2  und  dass  der
1  Ausser  diesen  beiden  englischen  Werken  befand  sich  in  diesem  Sammelbande ­
  noch  Nicolaus  Herborn,  Enchiridion  locorum  communium  advqrsus
  liujus  temporis  haereses.  Coloniae,  1528.  8°.  Dass  Roy’s  Dialoge
schon  im  16.  Jahrhundert  in  der  k.  k.  Hofbibliothek  war,  beweist  der
handschriftliche  Catalog  von  Blotius,  der  in  den  letzten  Decennien  des
16.  Jahrhunderts  Bibliothekar  der  Wiener  Hofbibliothek  war,  und  diesen
Sammelband  unter  der  Nummer  5187  verzeichnet  hat.  (Indicum  bibliothecae
  Caesareae  tomus  I.)  ,Anglicus  quidam  über  functo  Enchiridio
locorum  communium  adversus  hujus  temporis  haereses:  auctore  Nicolao
Herbron  (sic)  Ao.  1528  in  8°/
2  Mandatum  Wilhelmi  arcli.  Cantuariensis  ad  inquirendum  de  libris  Novi
Test,  in  lingua  vulgari  editis.  Datum  in  Manerio  nostro  de  Lamehith
3.  die  mensis  Novembris  Anno  Domini  1526  .  .  .  Nomina  librorum  hoc
tempore  prohibitorum  una  cum  Novo  Testamento.  The  supplicacion  of
beggars.  The  N.  T.  of  Tindall.  A  Dialogue  betwixt  tlie  father  and  the
son  etc.  (Abgedruckt  bei  Wilkins,  Concilia  Magnae  Britanniae  et
Hiberniae.  Londini,  1737.  Fol.  4  Vol.  Vol.  III.  p.  706,  707.)  Auffallend
ist,  dass  dieser  erzbischöfliche  Erlass  vom  November  1526,  dessen  Echtheit ­
  freilich  nicht  über  allen  Zweifel  erhaben  ist,  bereits  die  Schrift  von
Roy  verbietet,  da  Roy’s  Vorrede  zu  diesem  von  dem  Verbote  betroffenen
Dialogue  vom  31.  August  1527  datirt  ist.  Dieser  scheinbare  Widerspruch
erklärt  sich  vielleicht  durch  die  Annahme,  dass  Roy’s  Arbeit  schon  vor
Beendigung  des  Druckes  in  Abschriften  nach  England  gelangt  war.
Die  Statuta  et  ordinationes  praelatorum  in  concilio  provinciali
Cantuariensi  edita  ex  Ms.  Cott.  Cleop.  F.  11.  (Wilkins,  1.  c.  III.  717  ff.)
von  1529  führen  an:  De  liaereticis  et  haereticorum  libris.  An  fünfter
Stelle  wird  genannt:  ,Item  alius  Liber  qui  Dialogus  inter  patrem  et
filium  vocatur.  Item  alius  infamis  über,  qui  De  sepultura  Missae  rliythmico
  sermone  vernaculo  compositus  est.‘  Das  Liber  de  sepultura  Missae
ist  die  oben  bereits  erwähnte,  von  Arber  wiederabgedruckte  Satyre  Roy’s
gegen  Wolsey,  die  auch  unter  dem  Namen  ,The  burying  of  the  Masse  in
Rhyme‘  bekannt  ist.  In  der  Proclamation  against  erroneous  books  des
Erzbischofs  von  Canterbury  vom  Jahre  1530  wird  ebenfalls  unter  den
häretischen  Werken  angeführt:  ,A  Disputacion  between  the  father  and
the  son  (Wilkins,  1.  c.  ITT.  737  —  739);  in  dem  von  dem  Bischöfe  von
London  1531  veröffentlichten  Memorandum  gegen  ketzerische  Bücher
            
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