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Hartei. Homerische Studien.
beiden Kürzen Interpunctionspausen verträgt, beruht auf jener
Laxheit des Sprechens, der gemäss jene Theile bald in raschem
Flusse zusammenwachsen, bald sich wieder vernehmbar abgesetzt
trennen, eine Spielweite, die der zweiten Hälfte des Hexameters,
vor allem dem fünften Fusse fremd ist. Es ist in diesem
dieselbe Eigentümlichkeit des Rhythmus, welche so überaus
häutig Vernachlässigung der Positionswirkung leichter Consonantengruppen
bewirkt (278 mal), in Fällen wie 'Trrsposv-a -poajüoa,
und so selten Verkürzung festeren vocalischen Auslautes vor
vocalischem Anlaut gestattet , nämlich die kleine Pause nach
der ersten Thesis dieses Fusses, wo fast ebenso häufig als nach
der ersten Thesis des dritten Fusses, d. i. in jedem zweiten
Vers, ein Einschnitt bemerkt wird (Horn. Stud. I 2 83), und
das Streben hier den Tact des Verses durch das sprachliche
Material zum reinsten Ausdruck zu bringen, indem man entschiedene
Kürzen verwendet und dieselben vor Consonantengruppen
durch Hiuüberziehen dieser zur nächsten Silbe intact
erhält. Wenn dennoch die leichteren Ausgänge ot at st ou an
dieser empfindlichsten Stelle des Verses so häufig (102 mal)
Aufnahme finden und Kürzung erleiden, kann man nicht umhin,
nach einer diesen Process erleichternden Eigenthümlichkeit in
ihnen selbst zu suchen. Dazu berechtigen die Ziffern der (S. 331,
345) mitgefheilten Tabelle, die unverhältnissmässige Häufigkeit
ihrer Verkürzungen neben der Seltenheit der anderen. Ich zweifle
nicht, dass das die Kürzung Unterstützende der zweite Bestandtlieil
dieser Diphthonge, das i und u war, welche im Flusse
der Rede sich unwillkürlich jenen labialen und palatalen Reibungsgeräuschen
näherten oder in sie umsetzten, welche die
homerischen Gedichte uns noch in grossem Umfang als leben-^
dige und dem Munde der Sänger geläufige Töne zeigen. Den
Beweis dafür wird die weitere Untersuchung zu geben trachten.