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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 76. Band, (Jahrgang 1874)

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Härtel.

betrachteten,  war  die  Durchführung  des  Satzes,  dass  der  Nachdruck, ­
  die  Stärke  der  Intonation,  welche  ihnen  zukommt,  die
Verbindung-  mit  dem  gleichartigen  Versictus  suche  und  in
dieser  Stellung  das  volle  Austönen  der  vocalischen  Länge  den
Nachdruck  fördere,  leicht  zu  erweisen.  Die  Einsilbigkeit  lässt
keinen  Zweifel  über  den  Sitz  der  Intonation.  Bei  zwei-  und
mehrsilbigen  Wörtern  aber,  für  welche  unsere  Behauptung  nicht
minder  wie  für  die  einsilbigen  gelten  muss,  wenn  sie  richtig
sein  will,  ist  die  Sache  weit  schwieriger;  denn  welche  Silbe  ist
dann  Trägerin  der  grösseren  Tonstärke?  Dass  es  diejenige  oftmals ­
  nicht  ist,  welche  wir  damit,  gemäss  dem  Charakter  unserer
Sprache,  auszuzeichnen  pflegen,  nämlich  die  Besitzerin  des
höheren  Tones,  die  accentuirte,  geht  schon  aus  der  Beweglichkeit ­
  dieses  musikalischen  Elementes  hervor,  welches  bald  auf
der  Stammsilbe,  bald  vor,  bald  hinter  derselben  sich  zeigt  (Xüw,
sX-jov,  sXuojjwjv)  ,  indem  wir  für  die  stärkste  Intonation  einen
bestimmten  Platz  bei  einem  und  demselben  Worte  annehmen
und  nur  vielleicht  Nebenicten,  die  mit  der  veränderten  Form
des  Wortes  sich  leicht  einstellen  oder  verschwinden,  einen
freieren  Spielraum  zugestehen  müssen.  Nur  an  sich  hat  es  alle
Wahrscheinlichkeit,  dass  die  stärkeren  Icten  mit  den  längeren
Vocalen  oder  Silben,  die  schwächeren  mit  den  kürzeren  sich
verbanden.  Diess  angenommen  erschiene  es  nicht  als  ein  Zufall,
dass  jene  vollgewicbtigen  Diphthonge  tj  yj  w  w  um  so  viel
häufiger  als  die  leichteren  ot  at  ei  unter  die  Hebung  des
Verses  vor  vocalischen  Anlaut  treten,  indem  auch  hier  die
ihnen  zukommende  grösste  oder  mittlere  Tonstärke  die  Vereinigung ­
  mit  dem  Versictus  an  strebt.  Die  griechische  Sprache
hätte  in  der  Setzung  der  Icten  eine  Aehnlichkeit  mit  der  französischen ­
  und  das  eigenthümliche  Betonungsgesetz  derselben,
nach  welchem  der  höhere  Ton  nie  über  die  vorletzte  Silbe  zurücktreten ­
  darf,  wenn  die  letzte  lang  ist,  würde  sich  durch
den  Einfluss  dieser  an  der  Länge  haftenden  kräftigeren  Intonation ­
  am  einfachsten  erklären  lassen.
Indessen  wie  es  auch  mit  dem  Sitze  der  stärkeren  Töne  im
mehrsilbigen  Worte  bestellt  gewesen  sein  mag,  und  wie  Wenige
das  vielleicht  werden  zugeben  wollen,  dass  der  Grieche  beim
gewöhnlichen  Sprechen  längere  und  kürzere,  höhere  und  tiefere,
stärker  und  schwächer  intonirte  Silben,  also  Quantität,  Accent
            
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