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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 76. Band, (Jahrgang 1874)

Homerische  Studien.

331

cipiren  die  Ausgänge  fl  fl  u  w  ei  su  oi  ou  ai,  die  wegen  ihrer
Häufigkeit  allein  in  Rechnung  kommen  können,  nicht  in  gleicher
Weise,  sondern  es  bestehen  gewaltige  Unterschiede  zwischen
denselben.  In  den  genannten  Büchern  findet  sich
at  vor  vocalischem  Anlaut  kurz  795  mal

oi
O'J
El
M

w

»
>7

n  »

£'J

77

77
77
77

77
77
77
77
77
77
77
7?

77
77
77
77
77
77
77
77

361
93
81
65
41
30
19
10

77
77
77
77
77
77
77
77

Die  Verkürzungen  dieser  Ausgänge  stehen  auch  nicht
durchweg  im  Einklang  mit  ihrer  Häufigkeit.  Darnach  geordnet
tritt  allerdings  obenan  der  Ausgang
at  in  runder  Zahl  auf  100  Verse  42  mal,

dann  oi

77
r <  „
w  »
£t  i)
ou
Ti  n
<i>

n

EU

11

11

27
27
15
14
10
9
8
2

Von  den  fast  gleich  oft  vorkommenden  Endungen  ot  und
fl,  ou  und  v;,  «  und  ei  findet  sich  oi  8  mal  so  häufig  als  fl,  ou
5  mal  so  häufig  als  fl,  si  fast  3  mal  so  häufig  als  oi  vor  dem
Anlaut  des  folgenden  Wortes  als  Kürze  verwendet.
Man  sieht  also  schon  daraus,  dass  allerdings  die  Häufigkeit ­
  der  Ausgänge  bei  der  Ziffer  ihrer  Verkürzungen  mit  in
Anschlag  zu  bringen  ist,  dass  es  daneben  aber  wesentlich  auf
die  Qualität  des  Diphthonges  oder  Vocales  ankommt;  ai  oi
ei  ou  haben  weit  weniger  Festigkeit  als  fl  fl  w  w.  Dieser  Unterschied ­
  tritt  noch  bedeutsamer  hervor,  wenn  wir  auf  die  diesen
Kürzungen  entgegengesetzte  Erscheinung,  die  Behauptung  der
prosodischen  Länge  vor  vocalischem  Anlaut  und  zwar  in  der
Arsis,  also  auf  Fälle  wie  ävuöew  Oouofli,  roXXoi  ierav  einen  Blick

t
            
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